Schilder weisen im Notfall den Weg
Bild: Werneke
Orientierungshilfen: An Rad- und Wanderwegen in Langenberg und Benteler gibt es nun Notrufschilder. Die letzte von 112 Tafeln ist am Dienstag angebracht worden. Das Bild zeigt (v. l.) Bürgermeisterin Susanne Mittag, Fachbereichsleiter Peter Schaumburg und Werner Schlepphorst.
Bild: Werneke

In solchen Situationen, in die Radfahrer und Wanderer geraten können, hilft in Langenberg und Benteler nun ein Netz an Notallschildern. Es umfasst 112 Exemplare, das letzte hat gestern Werner Schlepphorst im Beisein von Bürgermeisterin Susanne Mittag und Peter Schaumburg, in der Verwaltung zuständig für Tourismus sowie öffentliche Sicherheit und Ordnung, angebracht. Es befindet sich unter dem Radwegeschild an der Straße „Zum Eiskeller“ und dem Klärteich. Unter den rot prangenden Lettern „Notruf 112“ findet der Orientierung Suchende die Standortnummer – in diesem Fall „GT 6120“. Die Punkte sind mit der Rettungsleitstelle des Kreises Gütersloh in ein Datensystem eingepflegt worden, so dass die Helfer rasch zur richtigen Stelle finden.

In einem Abstand von etwa 500 bis 600 Metern hat Schlepphorst ehrenamtlich die Schilder an Hauptknotenpunkten montiert. Rund 150 Kilometer habe er dafür mit seinem E-Bike zurückgelegt, schätzt der 68-jährige Rentner. Der ehemalige stellvertretende Löschzugführer in Mastholte, der mit dem Vorschlag eines Notfallschildersystems an die Gemeinde Langenberg herangetreten war, hat Erfahrung damit. Zur Landesgartenschau war er in Rietberg aktiv und später in Delbrück. Die Idee hat er aus Bad Kissingen mitgebracht. Die Freizeitkarte der Langenberger Gemeinde zugrunde legend hat Schlepphorst die Stellen für die Metallschilder ausgeguckt. Sie dürfen so zum Beispiel an dem beliebten R 27 „Rund um Langenberg“ nicht fehlen.

Dank für Unterstützung

Bei der Standortwahl der Tafeln für die Bereiche Langenberg und Benteler hat man sich auch an den Wegweisern des Radverkehrsnetzes NRW (rotes Fahrrad) orientiert, weil Auswärtige diesen oft folgen. Einheimische können ebenfalls profitieren: Im Notfall, sei es beim Kreislaufzusammenbruch eines Mitwanderers oder bei einem Unfall, gerät der ein oder andere vielleicht unter Schock und findet sich nicht so schnell zurecht. Für das Projekt habe die Verwaltung nach Auskunft ihrer Vertreter nur Materialkosten übernehmen müssen. Diese belaufen sich auf 1500 Euro. Das sei, so unterstrich die Bürgermeisterin, „für die Sicherheit der Radfahrer und Wanderer gut investiert“. Sie zeigte sich angetan von Schlepphorsts Idee und dankte ihm für seine Unterstützung. Die Schilder weisen auch auf den jeweiligen Ortsteil und die Telefonnummer der Gemeinde als Ansprechpartnerin in weniger dringenden Fragen hin.

SOCIAL BOOKMARKS