Schotterfläche wirbelt weiter  Staub auf
Bild: Nienaber
Der Sichtschutz steht, ein Carport, das laut Verwaltung als Verkaufsbüro dient, allerdings auch. Zudem hat der Langenberger Autohändler die Schotterfläche größer dimensioniert als erlaubt.
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 Der anfangs nicht oder nur im zu geringen Ausmaß angebrachte Sichtschutz entlang der Bundesstraße 55 ist zwar mittlerweile wie gefordert vorhanden, dennoch droht dem Unternehmer weiter Ungemach. „Es läuft noch ein ordnungsbehördliches Verfahren seitens der Abteilung Bauen, Wohnen und Immissionen des Kreises“, bestätigte Bauamtsleiter Dirk Vogt den Mitgliedern des Bauausschusses bei dessen jüngster Sitzung. Gegenstand des Verfahrens sei, dass der Antragsteller entgegen der Baugenehmigung das Vorhaben ausgeführt habe, heißt es in der Vorlage der Verwaltung. So wurde neben der geschotterten Abstellfläche ein Carport errichtet, das als Verkaufsfläche genutzt werde. Der Langenberger Autohändler sei darauf hingewiesen worden, dass die Schotterfläche nicht als Verkaufsfläche genehmigt wurde. Zudem habe der Bauherr die PKW-Abstell- beziehungsweise Verkaufsfläche großzügiger dimensioniert als beantragt. Statt nur 256 Quadratmeter wurden letztlich rund 460 Quadratmeter geschottert.

Gemeindliches Einvernehmen hergestellt

Im zuständigen Bauausschuss der Gemeinde, der hinsichtlich dieses Punkts vom Kreis aufgefordert wurde, über gemeindliches Einvernehmen zu beraten, war die Stimmung dementsprechend aufgeheizt. Von einer „unglaublichen Unverfrorenheit“ eines Antragstellers sprach Aloys Thumann (SPD). Die rote Linie sei längst überschritten, sagte Heribert Neukirch (UWG). Zudem sei zu prüfen, ob nicht weitere Verstöße gegen die Baugenehmigung vorliegen, forderte Carsten Berkemeier (CDU). Ihm sei aufgefallen, dass der Zugangsverkehr teils über den Radweg erfolge. Allein gegen die Vergrößerung der Schotterfläche spräche aus städtebaulicher Sicht nichts. „Das Handeln des Antragstellers war zwar misslich, aber das gemeindliche Einvernehmen müssenwir herstellen“, erläuterte Dirk Vogt. Denkbar knapp mit fünf Für- und vier Gegenstimmen bei vier Enthaltungen folgten die Bauausschussmitglieder dem Vorschlag der Verwaltung. Das ordnungsbehördliche Verfahren läuft indes weiter. Die Akte „PKW-Abstellfläche“ wird also vorerst noch nicht geschlossen. Der Antragsteller wollte trotz Nachfrage der „Glocke“ derzeit noch nicht Stellung beziehen.

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