Schotterpiste soll bald verschwinden
Bild: Nienaber
Die Natur hat sich an manchen Stellen entlang der Bundesstraße 55 ein Stück der Radwegfläche zurückerobert. Nicht selten ist die Fahrspur nur noch 30 Zentimeter breit. Straßen NRW plant, noch in diesem Jahr eine Velostrecke mit Asphaltschicht fertigzustellen.  
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Nach den anfänglichen Querelen um die Zuständigkeiten soll die Strecke möglichst noch in diesem Jahr ausgebaut werden, teilt der Landesbetrieb Straßen NRW mit, der für Bau, Instandsetzung und Unterhaltung der Straßenbegleitbebauung verantwortlich zeichnet. Bis zur Umsetzung müssten jedoch noch einige planungsrechtliche Hürden genommen werden, erläutert Pressesprecher Sven Johanning auf Nachfrage der „Glocke“.

Antrag auf Versiegelung

Unter anderem steht noch eine Genehmigung der Unteren Landschaftsbehörde aus. Weil es sich bei dem Vorhaben um eine Versiegelung der bislang lediglich in wassergebundener Form ausgelegten Trasse handelt, sei der Kreis Gütersloh zwingend zu involvieren, sagt der Mitarbeiter der Bielefelder Niederlassung des Landesbetriebs. „Unser Antrag liegt den Mitarbeitern im Kreishaus vor.“ Erst wenn Gewissheit über das Vorgehen herrsche, könne man sich seitens Straßen NRW an die Ausschreibung machen. „Dafür müssen wir jedoch wissen, wie wir bauen können und dürfen“, unterstreicht Johanning.

2,75 Kilometer Strecke

Geplant ist, die in die Jahre gekommene Schotter- in eine Asphaltpiste umzuwandeln – und das auf einer beachtlichen Distanz. Wenn schon denn schon, scheint sich Straßen NRW zu denken und nimmt gleich das gesamte Teilstück des Radwegs zwischen Ortsausgang Benteler und der Quellenstraße in Bad Waldliesborn in den Fokus. 2,75 Kilometer ist der angepeilte Bereich insgesamt lang. Die Genehmigungen für den kürzeren Bauabschnitt auf Lippstädter Gebiet liegen bereits vor.

Sicherheit geht vor

Für die Ausführung in Asphalt habe man sich aus guten Gründen entschieden, meint der Straßen-NRW-Pressesprecher. Einer sei der Sicherheitsaspekt. Eine Asphaltvariante wäre nicht länger von Grünwildwuchs betroffen, der sich stetig breitmache auf der Trasse. Die derzeitige Schotterpiste weist an manchen Stellen nur noch eine Breite von 30 Zentimetern auf, was Begegnungsverkehr nahezu unmöglich macht. Zum anderen sei ein asphaltierter Radweg einfacher zu unterhalten als eine wassergebundene Oberfläche, betont Sven Johanning.

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