Schüler singen über Sinn des Streitens
Bild: Wieneke
Am Ende ist die Welt wieder in Ordnung: Ihren unsinnigen Streit um ein T-Shirt in Pink haben die beiden Freundinnen Lisal (Sina Brinkmeier) und Marie (Theresa Aulbur, r.) schnell beigelegt.
Bild: Wieneke

Das zum Nachdenken anregende Stück aus der Feder von Regina Frerich stand unter dem doppeldeutigen Titel „Bleib (cool) Mensch“. Bei allen vier Aufführungen war die Langenberger Schulaula sprichwörtlich proppenvoll: Die Zuschauer zeigten sich begeistert von dem Dargebotenen der 29 Mädchen und Jungen der dritten und vierten Klassen. Sie alle überzeugten als Schauspieler, als stimmungsstarke Solo- und Chorsänger sowie zugleich als „Kulissenschieber“. Die Botschaft von Regina Frerich kam bei Jung und Alt an: „Viele Streitigkeiten können verhindert werden, wenn jeder seinen Mitmenschen so akzeptiert, wie er eben ist.“

Fleißig hatten die Grundschüler der Musik-AG – zum dritten Mal gemeinsam aus Benteler und aus Langenberg – unter Leitung ihres Lehrers Gerd Frerich und Ehefrau Regina im Vorfeld geprobt. Unterstützt wurden sie dabei von engagierten Eltern. In dem mitreißenden Stück geht es um den Sinn und gleichermaßen den Unsinn des Streitens. Voller Frust kehrt Lisal aus der Schule heim. Sie hat sich mit ihrer besten Freundin Marie heftig über die Farbe ihres T-Shirts gestritten. Pink sei eine Babyfarbe, habe Marie gesagt. „Ich bedeute ihr nicht mehr viel, so eine Freundin will ich nicht haben“, erklärt Lisal ihrer Mutter. In der zweiten Situation geht es um eine Auseinandersetzung zwischen zwei Spielgruppen. „Dumpfbirne“ Sven verändert einfach die Spielregeln des beliebten Ballspiels. Dagegen wehrt sich Mika von der zweiten Mannschaft – es kommt zu einem heftigen Handgemenge, dass die Lehrerin Frau Groß beenden muss. Sie zieht den Ball ein und das Spiel fällt aus – und der Chor singt: „Regeln geben Sicherheit und machen Mut. Wer sich an die Regeln hält, hat wenig Streit.“

In einer anderen Szene geht es um eigentlich Unstreitbares: Musikgeschmack. Die Auseinandersetzungen und Demonstrationen „Rock gegen Pop“ gehen so weit, dass der Radiosender „Wolke 7“ sein Programm unterbrechen muss. Als Höhepunkt des unsinnigen Streitens um völlig absurde Dinge, die man sowieso nicht ändern kann, droht sogar ein Krieg. Mit einem rhythmisch starken Schlusschor und einem Rap verkünden die Grundschüler: „Sich um eine Kleinigkeit zu streiten, das geht viel zu weit. Bleib cool, wenn du merkst, da läuft was schief.“

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