Schützen schießen künftig am Nachmittag
Bild: Bartels
Haben sich für das Fest einige Änderungen überlegt: die Vorstandsmitglieder der St.-Antonius-Schützenbruderschaft Benteler mit (v. l.) Ingo Stump, Markus Hölscher, Jens Wiek, Dirk Vogt, König Michael Beerhues, Matthias Nienkämper, Königin Elisabeth Lohmann, Jürgen Neitemeier, Pastor Günther Hüls, Ralf Zimmermeier und Holger Kröger.
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Gravierendste Neuerung ist die Verlegung der beiden Schießwettbewerbe. Das Ringen um die Königswürde rückt nun auf den Sonntagnachmittag, während der Nachwuchs am Montagmorgen um die Krone kämpfen wird. Damit reagiert der Verein auf ein altbekanntes Problem: „Als das Jungschützenschießen am Sonntag stattfand, ist deren Kompanie zu ihrem neuen König gefahren und fehlte auf dem eigentlichen Fest“, stellte Kröger heraus. Zwar ändere sich dies mit einer Verlegung auf den Montag nicht, doch falle ein Fehlen des Nachwuchses am besucherschwächeren Sonntag schlicht mehr ins Gewicht. Von der Veränderung beim Königsschießen versprechen sich die Grünröcke derweil, mehr Feierwillige anzulocken.

Kritik an geplanter Marschverkürzung

Signalisierten die rund 80 Teilnehmer zu diesen Plänen noch ihre Zustimmung, fiel die Reaktion auf die nächste Änderung kritischer aus. „Wir haben uns dazu entschlossen, die Marschroute zu verkürzen“, verkündete der Brudermeister. Der rund 90-minütige Repräsentationsgang ziehe an manchen Stellen keine oder nur sehr wenig Zuschauer an, argumentierte er. Das wollten die Mitglieder mit Blick auf die Tradition des Vereins nicht einfach hinnehmen. Die Bruderschaft sei keinesfalls nur dafür da, Schauwerte zu bieten, sondern auch, um eine Gemeinschaft unter den Schützen herzustellen, hieß es etwa aus den Reihen. Man einigte sich letztlich darauf, dass der Vorstand nochmals über dieses Thema beraten wird.

Wertmarken statt Freibier

Weitere Änderungen betreffen kleinere Korrekturen am Zeitplan. So wird der Antritt am Montagmorgen um eine Viertelstunde auf 8 Uhr vorverlegt. Eine halbe Stunde länger feiern können die Grünröcke am Samstag, wenn das Fest statt wie gewohnt um 17 Uhr nun um 16.30 Uhr beginnt. Einen Trick hat sich der Vorstand für den Frühschoppen am letzten Tag des Fests einfallen lassen. So soll das Freibier in seiner bisherigen Form abgeschafft werden. Damit will man ein Ärgernis der vergangenen Jahre künftig vermeiden, denn außer den Schützen haben sich bis dato auch zahlreiche weitere Besucher an dem kostenlosen Gerstensaft gütlich getan. Im Gegenzug sollen die Vereinsmitglieder nun deutlich mehr Biermarken erhalten.

Auch das gemeinsame Frühstück soll deutlich gestrafft werden, um anschließend die Schießehrungen aussprechen zu können. Hier bat der Vorstand insbesondere die Jungschützen, auch zu erscheinen, wenn eine Ehrung anstehe. Einen Großteil der Medaillen habe man in der Vergangenheit nämlich stets wieder mit ins Vereinsheim nehmen müssen.

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