Schulsanitäter stets schnell zur Stelle
Bild: Riedel
Die 14 Jungen und Mädchen des Schulsanitätsdiensts sorgen dafür, dass jeder Schüler schmerzfrei lernen kann. Unterstützung erhalten sie von Verena Bart (Mitte) und Silvio Braunholz (r.).  
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Verantwortung wird beim Schulsanitätsdienst groß geschrieben. Denn wenn die Jugendlichen gerufen werden, um zu helfen, dann kann die Situation schon mal ernst werden. Die 14 Jungen und Mädchen der Langenberger Verbundschule sind sich ihrer Aufgabe trotzdem vollends bewusst. „Wir sind ausgebildete Ersthelfer und können Menschen mit kleinen Problemen wie Bauchschmerzen behandeln“, sagt Jonathan Berghoff. Häufig würden Beschwerden durch Prüfungsangst verursacht, ergänzt der 15-Jährige. Die Betreuung im Sanitätsraum und gutes Zureden könnten aber „Wunder“ bewirken.

Wenn die Situation dann doch einmal ernster wird und die Ausbildung der Nachwuchssanitäter nicht mehr ausreicht, dann entscheiden sich die Schüler dazu, entweder ärztliche Hilfe zu rufen oder für weitere Schritte Verstärkung vom Lehrpersonal zu bekommen. Die Jugendlichen standen beispielsweise bereits vor der Aufgabe, einen jungen Diabetiker, der beinahe bewusstlos war, zu versorgen.

Nachdem die freiwilligen Helfer ihm Traubenzucker verabreichten, riefen sie den Notarzt. Monatlich wird das Wissen der 14 Freiwilligen durch Trainings mit der DRK-Helferin Verena Bart aufgefrischt. 2011 wurde sie von der Schulleitung angesprochen und bildet seitdem junge Sanitäter aus der zehnten Klasse aus. „Wir tauschen uns ständig aus. Die Jugendlichen zeigen viel Interesse“, freut sich die gelernte Einzelhandelsverkäuferin und Langenberger Rotkreuzleiterin.

Seit dem Start des Projekts vor vier Jahren erhalten die Helferteams Unterstützung von Silvio Braunholz, der an der Verbundschule Biologie lehrt. „Nachdem wir mit der Aktion anfingen, entwickelte sie sich automatisch“, sagt der 46-Jährige. Die Jugendlichen erhielten viel Sicherheit dadurch, dass sie in Problemsituationen die richtige Entscheidung treffen müssten, sagt er.

Schülerinnen und Schülern, die Interesse am Pflegeberuf haben, böte der Schulsanitätsdienst einen ersten Eindruck in die Betreuung. Ein besonderes Zertifikat, das jeder freiwillige Helfer ausgeschrieben bekomme, unterstütze dabei die Nachwuchssanitäter auf ihrem kommenden Lebensweg, erläutert Braunholz. Auch in Zukunft wird der Sanitätsdienst am Langenberger Schulzentrum dafür sorgen, dass von der Kleinigkeit bis zum Härtefall jeder die richtige Behandlung erhält. Somit können sich auch die kommenden Generationen weiterhin einbringen. „Das steht außer Frage“, bestätigt Silvio Braunholz.

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