Schwimmer kennen keine Sommerferien
Die freie Zeit nicht ungenutzt lassen (v.l.) Sophia Bauer, Kevin Berghoff und Hendrik Heft von der DLRG Langenberg. Sie und viele andere trainieren im Sommer regelmäßig im Herzebrocker Hallenbad.

Das Training der Langenberger DLRG geht dennoch weiter. „Die lange Sommerpause passt nicht in den Zeitplan, da im September die Europameisterschaft in Spanien und im Oktober Deutsche Meisterschaften in Bremen anstehen“, beurteilt Trainer Juergen Wohlgemuth die Ferien aus Sportlersicht. Zwar ist noch etwas Zeit bis zu den Meisterschaften, doch reichen die Wochen nach den Ferien nicht zu einer intensiven Vorbereitung.

Längere Wege, gleich gute Bedingungen

Die Wege sind nun länger, die Trainingsbedingungen aber nicht schlechter. „Das Freibad in Wiedenbrück bietet uns eine 50-Meter-Bahn, auf der auch die kommenden Wettkämpfe stattfinden werden. Nur ist der Platz bei gutem Wetter sehr begrenzt“, urteilt Kevin Berghoff, der bei beiden Veranstaltungen auf Medaillenjagd gehen wird. Der 18-Jährige nimmt am Ende der Ferien außerdem für die Nationalmannschaft an der Junioren-EM in Dänemark teil. Auf Einladung der Bundestrainerin trainiert er daher in Warendorf mit dem EM-Kader.

Ab ins Hallenbad Herzebrock

Weitere Alternativen bieten das Hallenbad in Herzebrock und der Alberssee in Lippstadt. Auf einen Trainer mussten die Schwimmer die ersten zwei Wochen aber verzichten. „Ich habe als Betreuer zwei Zeltlager begleitet. Trainingspläne konnte ich zwar vorher ausarbeiten, der Rest blieb den Athleten überlassen. Aber es hat auch ohne mich gut geklappt“, lobt Juergen Wohlgemuth den sportlichen Ehrgeiz.

Zeitaufwand nimmt zu

„Wir treffen uns beinahe täglich. Entweder mit dem Fahrrad, Privatwagen oder dem vereinseigenen Bulli fahren wir dann zu einer der drei Trainingsstätten. Wer Zeit und Lust hat, kommt mit“, beschreibt Sophia Bauer die Vorbereitung, die mit einem enormen Zeitaufwand verbunden ist.

Training für die Deutschen Meisterschaften

Ebenfalls für die Deutschen Meisterschaften qualifiziert hat sich die Mannschaft der elf- bis zwölfjährigen Mädchen. „Wir trainieren derzeit im Stromberger Freibad“, berichtet Trainerin Sarah Heinrichsmeier. „Dort hat das Wasser immer eine angenehme Temperatur und der Weg ist nicht allzu weit“, begründet sie die Wahl des Ortes. Nicht zum ersten Mal findet ein solches Programm während der Schulferien statt. Für die Landesmeisterschaften im Mai trainierten die Langenberger auch während der Osterferien. Erst gegen Ende des Jahres ist nach den letzten anstehenden Wettkämpfen Trainingspause.

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