Senioren genießen Urlaub ohne Koffer
Bild: Wieneke
Musik in froher Runde: Zum Abschiedsfest im Rahmen der Aktion „Urlaub ohne Koffer“ wurde im Lambertushaus unter Begleitung von Dieter Forthaus gemeinsam gesungen.
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Die Möglichkeit, einmal wie in den Ferien Abstand vom Alltag zu gewinnen, ohne zu verreisen, hat die Pfarrcaritas St. Lambertus und St. Laurentius Langenberg erneut für Senioren im Lambertushaus geschaffen. So erlebten neun Frauen im Alter von 80 bis 92 Jahren – drei waren kurz vor dem Start erkrankt – vier unvergessliche Tage. „Das ist ein toller und sehr schöner Urlaub – das tut einfach richtig gut“, hieß es aus ihrer Runde beim Abschiedsfest.

Besuch im Kindergarten

Als besondere Programmpunkte empfanden die Teilnehmerinnen einen Besuch in der neu erbauten Awo-Kindertagesstätte im Dorfzentrum. Freudig wurden sie von den Jungen und Mädchen im Alter von ein bis sechs Jahren empfangen. Einige von ihnen hatten ihre Lieblingsspiele bereits ausgepackt und forderten zum Mitspielen auf. Viel zu sehen gab es beim Rundgang durch die hellen und großzügigen Räume. Insbesondere staunten die Frauen über die kleinen Bettchen und über die Selbständigkeit der Kleinen. „Oma geh’ mal an die Seite, ich kann das schon alleine“, erklärte ein Junge, dem eine Besucherin helfen wollte. Unvergesslich bleiben auch die Erlebnisse beim Besuch des Heimatmuseums in Mastholte, eine Fahrt mit dem Rieti-Zug in Rietberg sowie der Platz an hübsch gedeckten Kaffeetafeln im Lind-Hotel, im Heimatmuseum und auf dem Hof Gödecke in Batenhorst. Ein Grillfest mit Gesang bildete den Abschluss der Aktion.

Gemeinschaft erleben

Dem 13-köpfigen Betreuungsteam der Langenberger Caritas war besonders daran gelegen, dass die älteren Menschen bewusst Gemeinschaft erleben und viel Gelegenheit zum Gedankenaustausch finden. Das Erlebnis von Mitmenschlichkeit und Kommunikation lasse das Altwerden ebenso wie die vielfach aufkommende Einsamkeit vergessen. Der Lebensmut werde durch Unterhaltung, Kreativität sowie positive Erlebnisse gestärkt. Die Gemeinschaft und Gespräche hätten ihnen richtig gut getan, bestätigten die Teilnehmerinnen, von denen die meisten verwitwet sind. Als „stille Helfer im Hintergrund“ betätigten sich Franz-Josef Forthaus und Bernhard Hökenschnieder sowie Michael Hanke, insbesondere bei Fahrten von und zu den Wohnungen sowie zu den Ausflugszielen.

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