Signale zur Sanierung der Hauptstraße
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Am Knotenpunkt Lippstädter-/Wiedenbrücker Straße entsteht ein Kreisverkehr.
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Spätestens, denn Kreis- und Gemeindeverwaltung in Langenberg sind davon überzeugt, dass die Maßnahme ein Jahr vorgezogen werden könnte. „Endlich kommt Bewegung in die Angelegenheit“, kommentiert Bürgermeisterin Susanne Mittag den Vorgang. Sie sehnt das Ende dieser fast unendlichen Geschichte herbei. Von dem zeitgemäßen Ausbau dieses Verkehrswegs erhoffen sich die Beteiligten eine „erhebliche Verbesserung der Verkehrsverhältnisse und der Verkehrssicherheit“. Susanne Mittag ergänzt: „Die Lebensqualität wird auch steigen.“

Langer Weg


Seit 2002 beschäftigen sich die Entscheidungsträger mit dem Problem Hauptstraße, für

Die Kosten der Hauptstraßensanierung belaufen sich auf 2,2 Millionen Euro. Davon entfallen 50 000 Euro auf die Planung, 480 000 Euro müssen für Grunderwerb und die dazugehörigen Neben- sowie Entschädigungskosten aufgewendet werden, Mit 40 Grundstückseigentümern haben Kreis und Gemeinde erfolgreich verhandelt. Die ehemaligen Besitzer wurden entschädigt, dabei galt die Richtwertkarte NRW als Basis. Die Verhandlungen mit fünf weiteren Anliegern stehen laut Kreisverwaltung vor dem Abschluss.

die die Gemeinde einen Bebauungsplan aufgestellt hat, der 2008 rechtskräftig geworden ist. Zuständig für die kostenintensive Baumaßnahme ist der Kreis, weil Langenbergs Hauptverkehrsader eine Kreisstraße ist (K 55). Damit müssen auch die Gütersloher ins Portemonnaie greifen, um die veranschlagten 2,2 Millionen Euro zu stemmen. Die Förderungswürdigkeit setzt Josef Rakel, Leiter des Kreis-Tiefbauamts, bei 60 Prozent an. „Die Gemeinde trägt die Kosten der Beleuchtung“, stellte Bauamtsleiter Dirk Vogt fest. Vergleichsweise ein Schnäppchen. Der Zustand der Hauptstraße sorgt in der Gemeinde seit Jahren für Ärger und Diskussionsstoff. Schlaglöcher, Bodenwellen, Enge und Absenkungen machen den Abschnitt von der Einfahrt B 55 bis zur Lambertuskirche zu einem Hindernisparcours. Der Seniorenbeirat protokollierte die Missstände eindrucksvoll, die Parteien erkundigten sich ungeduldig nach dem Stand der Dinge.

Nichts investieren

Mehrheitlich vertritt der Gemeinderat die Auffassung, keinen Pfennig mehr in die Hauptstraße investieren zu wollen. „Das sei alles Flickschusterei“, hat es unlängst Michael Praest CDU-Fraktionsmeinung auf den Punkt gebracht. Dennoch drängten die Bürgervertreter die Verwaltung beharrlich, den Kreis unter Druck zu setzen, damit sich etwas bewegt. Das tut es jetzt offenbar. Frank Scheffer, Fachbereichsleiter für Bauen und Umwelt beim Kreis Gütersloh, ist von der Notwendigkeit, hier handeln zu müssen, überzeugt: „Langenberg muss und wird ein anderes Ortsbild bekommen.“ Scheffer schätzt, dass die eigentliche Baumaßnahme ein Jahr in Anspruch nehmen werde.

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