Singend und betend im Namen des Herrn
Bild: Wieneke
Den Stress und die Hektik des Alltags hinter sich gelassen hat der Männergesangverein 1857 Langenberg beim so genannten Evensong in der Langenberger Pfarrkirche St. Lambertus am Sonntag. Chorwerke, Gemeindegesänge, Lesungen, Gebete und Orgelmusik bildeten dabei eine liturgische Einheit, die ihre Zuhörer begeisterte.  
Bild: Wieneke

Bei diesem so genannten Evensong übernahmen der Chor und Instrumentalisten nicht nur eine musikalisch anspruchsvolle Aufgabe, sondern erfüllten auch einen verkündenden Dienst. Durch das Zuhören und Mitsingen wurden die Besucher intensiv in dieser Wort-Gottes-Feier eingebunden. Daher war der Evensong auch nicht als ein klassisches Konzert angekündigt worden, sondern vielmehr als eine musikalisch-liturgische Feier, die letztlich im besonderen Maß durch einen ausgereiften Vortrag und eine hohe Qualität des Meisterchors unter Leitung von Kirchenmusiker Wilfried Thorwesten geprägt und gekrönt wurde.

Schwierige und zugleich klangschöne Chorwerke aus verschiedenen Musikepochen hatte der Chor einstudiert. Mit „Den Herrn will ich loben“ zogen die Sänger in die Kirche ein. Danach eröffneten sie die Feier musikalisch mit dem Werk „Jauchzet dem Herrn, alle Welt mit Freuden“ von Carl Reinthaler und dem vierstimmigen Introitus-Gesang „Locus iste“ von Anton Bruckner. Es folgten die Motetten „Ave Maria“ von Josef Rheinberger und „Beati Mortui – Selig sind die Toten “ von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Immer wieder trugen einzelne Sänger eingehende Gebete und Lesungen aus dem Buch Jesaja und dem Römerbrief vor. Beim Gemeindegesang bildeten der Chor und die Kirchenbesucher eine musikalische Gemeinschaft zum Lob Gottes.

In der einstündigen musikalischen Feier brachte der MGV Langenberg zudem mit „My Lord, What a Morning“ ein Spiritual und den Psalm 96 „Singet dem Herrn ein neues Lied“ zu Gehör, während Wilfried Thorwesten zur Meditation „Priere a Notre Dame“ aus der „Suite Gothique“ für Orgel von Leon Boellmann spielte. Mit der in das „Amen“ des Chors hinein gesprochene Seligpreisung „Magnificat“ endete ein beeindruckendes musikalisches Abendgebet die Liturgie. „Zeigen wir immer wieder unsere Dankbarkeit über alle schönen Dinge, die wir erleben dürfen“, mahnte MGV-Vorstandssprecher Karl-Eugen Weweler. Denn das dem Menschen selbstverständlich Gewordene werde erst dann schmerzlich vermisst, wenn es plötzlich fehle.

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