Situation der Flüchtlinge in Langenberg
Bild: dpa
Der Besuch von Integrationskursen ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass sich Schutzsuchende in dem für sie neuen Land zurecht finden und Fuß fassen können.
Bild: dpa

Deren Sprecher Ulrich Heimeier skizzierte während der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Jugend, Familie und Senioren, wie sich mittlerweile die Aufgabenfelder darstellen. „Es wird immer weniger an Bedarfen“, konstatierte Heimeier zur gegenwärtigen Situation und fügte auf einen Großteil der Menschen bezogen, denen sein Augenmerk gilt, an: „Sie scheinen sich soweit in das Leben hier integriert zu haben.“

Anbindung durch Integrationskurse 

Auch wenn beispielsweise junge alleinstehende Männer vorwiegend unter sich blieben, bestehe doch Anbindung dadurch, dass sie an den Integrationskursen in der Volkshochschule teilnähmen. Diejenigen, die schon Arbeit gefunden hätten, würden nicht mehr so häufig den Kontakt zur Flüchtlingshilfe suchen. Doch darüber hinaus gebe es immer noch einzelne Anfragen nach Unterstützung, beispielsweise, wenn es um eine Wohnungsausstattung geht. Regelmäßig werde noch wöchentlich ein Termin im Sportheim in Benteler angeboten. Zudem sei man weiter auf der Suche nach Freiwilligen, die Kindern Nachhilfe geben können. Heimeier vertritt die Ansicht, dass es nun langsam an der Zeit für eine Neuorientierung sei.

„In den ersten Jahren haben wir unser Wissen hingetragen, jetzt muss es abgeholt werden“, sieht er die Hilfesuchenden in der Lage und verstärkt in der Pflicht, auch selbst aktiv zu werden. Wie es aus dem Langenberger Rathaus heißt, haben bereits 99 Flüchtlinge eine Anerkennung durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) bekommen, für 44 Asylbewerber gab es eine Ablehnung. Fünf warten noch darauf, wie über ihren Antrag befunden wird.

Für acht Menschen Schutzstatus abgelehnt

Sämtliche Asylbewerber, die abgelehnt wurden, legten laut Bericht aus der Gemeindeverwaltung dagegen beim Verwaltungsgericht Rechtsmittel ein. Dieses hat für acht von ihnen entschieden, dass kein Schutzstatus anerkannt wird. 36 warten auf Antwort. Diejenigen, die anerkannt wurden, stammen unter anderem aus Syrien und Irak. Bei den abgewiesenen Antragstellern handelt es sich um Menschen, die aus Staaten wie Kirgisistan, Guinea, Nigeria, Libanon und Afghanistan kommen.

In Unterkünften sind Plätze frei

Rückblickend stellt die Verwaltung fest, dass seit 2016 50 Flüchtlinge aus Langenberg umgezogen und 20 freiwillig ausgereist sind. Abgeschoben wurden zehn Menschen. Wie die Ausschussmitglieder erfuhren, wohnen 84 Menschen (49 davon anerkannt) in den gemeindlichen Flüchtlingsunterkünften, 64 wurden in eigene Wohnungen vermittelt. In den Unterkünften seien noch 51 Plätze frei.

Gemeinde hat gekauft und angemietet

Um Schutzsuchenden ein Dach über dem Kopf bieten zu können, verfügt die Gemeinde gegenwärtig über 14 angemietete Wohnungen sowie vier Häuser mit insgesamt neun Wohnungen, die sie gekauft hat. Bezüglich der Immobilie im Gewerbegebiet Grüner Weg angesprochen teilte Fachbereichsleiter Peter Schaumburg mit, dass für diese eine unbefristete Nutzungserlaubnis bestehe und sie seiner Einschätzung nach so lange genutzt werden könne, bis der Eigentümer Eigenbedarf anmelde.

SOCIAL BOOKMARKS