Spaß steht beim Fünfkampf hoch im Kurs
Radfahren, Schwimen und Co.: Die Teilnehmer jeden Alters waren nicht zu stoppen beim Fünfkampf der DLRG Langenberg.

Hinter dieses dicke Lob durch Langenbergs erste Bürgerin setzen die zahlreichen Hobbysportler ein ebenso dickes Ausrufezeichen. „Keiner kann bei diesem tollen Wettkampf verlieren“, schlussfolgerte ein Mitglied der Langenberger „Partyfeger“. Denn auch wenn es für die Teilnehmer mal nicht für einen Platz auf dem Podium reichen sollte, so gibt es doch für alle Grund, zünftig zu feiern – Spaß steht schließlich im Vordergrund beim Fünfkampf der DLRG. So bereitet den „Partyfegern“ die traditionsreiche Sektdusche nach anstrengendem Wettkampf im Ziel durch ihre Fans die größte Freude.

Generationenübergreifend

Als „sportlich einmalig, attraktiv und vielseitige Leistungen fordernd, zugleich generationenübergreifend sowie Familien und Gruppen verbindend und Gemeinschaft fördernd“ lobte Manfred Suck vom Team der Triathleten des TV Langenberg den heiteren Wettkampf. So gingen am Samstag 72 Frauen und Männer im Alter von neun bis 61 Jahren in zehn Mannschaften oder als Einzelteilnehmer bei Sonne und zum Teil heftigem Wind an den Start. Sie hatten 100 Meter in der Kleinschwimmhalle zu schwimmen, 1,5 Kilometer bis zur Eiswiese in Selhorst zu laufen, im Schießheim der St.-Lambertus-Schützenbruderschaft 90 Ringe zu schießen (die Jüngeren hatten eine Alternativaufgabe zu lösen) und danach insgesamt zehn Kilometer mit dem Rad zu fahren.

Die mehr oder weniger rasante Fahrt wurde am Gasthof Schrage in Benteler unterbrochen. Dort galt es, beim Kegeln 70 Holz zu werfen. Vom Startpfiff in der Schwimmhalle bis zum Erreichen des Ziels an der Brinkstraße lief der Sekundenzeiger unbarmherzig. Lediglich Wartezeiten beim Schießen und Kegeln wurden von der Gesamtzeit abgezogen. Doch auch Strafminuten mussten die Teilnehmer hinnehmen, die die Kreisverkehre nicht vorschriftsgemäß durchfuhren oder ein Stoppschild auf der Bergstraße nicht beachteten. Alle Fäden der Organisation fehlerfrei in der Hand hatte das Leitungsteam mit dem DLRG-Vorsitzenden Andreas Friedrich, Computerfachmann Marcel von Zons und Monika Heinrichsmeier mit ihrem über 50-köpfigen Helferteam. Unterstützt wurde es durch die St.-Lambertus-Sportschützen, die heimische Rotkreuzgemeinschaft, die Kreissparkasse als Hauptsponsorin sowie durch den Elli-Markt.

Kurioses

Die 2015er-Ausgabe des außergewöhnlichen Wettkampfs war von Kuriosem geprägt: Die zwölfjährige Zoe Lübbert wurde nicht nur als Einzelsiegerin geehrt, sondern auch für ihren Streckenrekord bei den Schülerinnen. Doch den hatte sie unbemerkt bereits im Vorjahr mit einer Zeit von 39:30 Minuten aufgestellt. Se kamen, sahen und siegten: Milena Kleine (14) von „Harsewinkel & Co. KG“ knackte bei ihrem ersten Start in Langenberg gleich die 40-Minuten-Marke ebenso wie Etienne Höne (14) von den „Mädchenmachern“. Dabei profitierte er jedoch vom Missgeschick des Vorjahressiegers Justus Steinberg. Ihm war beim Radfahren die Kette abgesprungen. Ein weiterer Unglücksrabe war der 13-jährige Philipp Dirkwinkel von den „Lindenflitzern“. Er hatte im Eifer des Wettkampfs seinen Helm auf der Kegelbahn liegengelassen und kassierte zwei Strafminuten. Eine Hochzeitsgesellschaft hatte mit ihren Karossen den Kirchplatz und angrenzende Straßen so eng zugeparkt, dass einige Starter für den Lauf aufgestellte Wegweiser nicht sehen konnten.

SOCIAL BOOKMARKS