Spielplatz kennt keine (Alters-)Grenzen
Bild: Nienaber
Unter den Eichen der ehemaligen Hofstelle Haselkamp soll im kommenden Jahr ein Mehrgenerationenspielplatz entstehen. Umgesetzt werden soll das Projekt im Zuge des Endausbaus der Straßen in der Siedlung.  
Bild: Nienaber

Umgesetzt werden soll das Projekt im Zuge des Endausbaus der Straßen in der Vorzeigesiedlung. Ganz abgesehen von den Übungsgeräten, die sich an ältere Semester richten, die sich der Leibesertüchtigung widmen wollen, soll der Spielplatz unter dem alten Baumbestand der früheren Hofstelle einige Alleinstellungsmerkmale bekommen. Dementsprechend hat die Gemeinde nichts dem Zufall überlassen. Mit dem Seniorenbeirat und dem Arbeitskreis für Spielplatzangelegenheiten wurden die Akteure mit ins Boot geholt, die beim Thema „Treffen der Generationen“ erste Ansprechpartner sind.

1500 Quadratmeter

Bei den Treffen der Protagonisten mit dem beauftragten Planungsbüro Greiwe und Helfmeier lautete die Devise, dass der Spielplatz mit verschiedenen Geräten ausgestattet werden soll, die es in dieser Konstellation bisher nicht gibt in Langenberg. Das rund 1500 Quadratmeter große Gelände soll nach Vorstellungen der Planer von einem Wegenetz in drei Zonen gegliedert werden. Während sich die Jüngsten im westlich angeordneten Kleinkinderbereich zum Beispiel dem Sandburgenbau widmen können, ist die zentrale Fläche den älteren Kindern vorbehalten. Hingucker sind eine mehrere Meter hohe Kletternetzpyramide sowie ein Aktivparcours mit verschiedenen Hindernissen wie etwa einer Wackelbrücke.

Fördergelder sind sicher

Im Osten des Spielplatzes sehen die Planer den Fitnessbereich für Erwachsene vor. Körperlich betätigen können sich dessen Nutzer am Schultertrainer, mit Armzug-Liegestützen, an der Dreifach-Reckstange, am Rücken-Massagegerät sowie mit dem Rücken–trainer. An einer „Tic-Tac-Toe“-Tafel und gegebenfalls auch an einem Schach-Tisch, wie ihn Andrea Wachter (UWG) gern sehen würde, ließe sich generationsübergreifend mit- und gegeneinander spielen. Die Gestaltung des Mehrgenerationenspielplatzes wird im Rahmen des integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) mit 50 000 Euro gefördert. Darüber hinaus sind für die Anschaffung der Spiel- und Turngeräte zusätzlich 60 000 Euro in den Haushaltsplanentwurf 2018 eingestellt worden.

Hundeverbot

Wohl oder übel verzichten müssen in erster Linie jüngere Spielplatzbesucher auf einen Wasser- und Matschbereich. Ein entsprechendes Gestaltungselement komme wegen hygienetechnischer Vorgaben nicht infrage, erläuterte Fachbereichsleiter Peter Schaumburg im Rahmen der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Jugend, Familie und Senioren, in der die Entwürfe des Mehrgenerationenspielplatzes vorgestellt wurden. Noch einmal an das beauftragte Planungsbüro herantragen möchte man hingegen einen Vorschlag der SPD, in unmittelbarer Nähe zum Gelände ausreichend Abstellplätze für Fahrräder mit Kindertransportanhängern zu schaffen. Auch an eine oder mehrere so genannte Dog-Stationen – Hundekotbeutel-Spender – soll gedacht werden, obgleich auf dem Spielplatz ein ausdrückliches Verbot für die Vierbeiner gelten werde, „das wir auch kontrollieren werden“, betonte Schaumburg.

Prüfen möchte die Verwaltung im Gespräch mit den Planern, inwieweit sich ein Vorschlag der Bündnisgrünen umsetzen lassen könnte. Karin Schumacher hatte angeregt, Kleinkinder- und Fitnessbereich näher beieinander anzuordnen. Eine Benutzung der Trainingsgeräte in Sichtweite des spielenden Nachwuchses sei nach aktuellem Entwurf nur bedingt möglich. Vorbehaltlich der Anregungen der Fraktionen wurden die Entwürfe des Mehrgenerationenspielplatzes von den Ausschussmitgliedern gebilligt.

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