Sportförderung mit Fingerspitzengefühl
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Kolibakterien sind im Brunnenwasser des Tennisclubs (TC) Langenberg nachgewiesen worden. Nun benötigt der Verein einen Anschluss ans Wassernetz – und der kostet. Ein Viertel der Summe möchte nun die Gemeinde beisteuern.  
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Damit diese ihre Angebote in vollem Umfang aufrechterhalten können, sind sie immer wieder auf finanzielle Unterstützung der Gemeinde angewiesen. Kostenübernahmen bei Bauprojekten, Mietzuschüsse, hier eine Geldspritze für ausstehende Grünpflege, dort eine für technische Instandsetzungen und sonstige Förderungen, die dazu dienen, dass Sportvereine ihre ureigenen Aufgaben erfüllen können: Die Felder, in denen die Gemeinde den heimischen Sportlern unter die Arme greifen kann, sind vielfältig. Damit sich keiner ungerecht behandelt sieht, wird versucht, alle Anfragen der Vereine gleich zu behandeln.

Inoffizielle Faustregel

Zwar galt bislang die inoffizielle Faustregel, außerplanmäßige Maßnahmen und Projekte der Fußballer, Turner, Schwimmer und Co. mit zehn Prozent aus der Kasse der Kommune finanziell zu unterstützen. Ein bisschen Spielraum und die Möglichkeit, Fingerspitzengefühl walten zu lassen, möchte sich die Gemeinde dennoch bewahren. Die Notwendigkeit dazu habe die Vergangenheit gelehrt, hieß es dazu in der jüngsten Sitzung des Schul- und Sportausschusses. Im aktuellen Fall hat der Tennisclub (TC) Langenberg beantragt, einen Wasseranschluss – Kostenpunkt: 5000 Euro – ans Netz der Wasserversorgung Beckum zu bezuschussen. Die Baumaßnahme werde notwendig, weil im kühlen Nass aus dem vereinseigenen Brunnen Kolibakterien nachgewiesen worden seien, heißt es seitens der Ballsportler. Das Wasser dürfe nicht mehr benutzt oder getrunken werden, habe der Kreis angeordnet.

Ausnahmefall

Die Mitglieder des Fachgremiums votierten dafür, im konkreten Fall von der Zehn-Prozent-Regel abzurücken und stattdessen ein Viertel der anfallenden Kosten zu übernehmen. Verglichen mit anderen Langenberger Sportvereinen koste der Tennisclub die Gemeinde deutlich weniger, da diese keine Miteigentümerin an Flächen oder Gebäuden des Vereins sei und somit keine Unterhaltungs- oder Reparaturkosten tragen müsse. Gleichwohl verständigten sich Politik und Verwaltung darauf, die in der Vergangenheit bereits zur Anwendung gebrachte einheitliche Regelung beizubehalten.

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