Stauden im Kiesbett für die Hauptstraße
Bild: Nienaber
Farbtupfer: Dort, wo derzeit noch graue Schotterberge das Bild prägen, soll es demnächst bunt blühen. Mehrheitlich konnte sich der Bauausschuss der Gemeinde mit der Idee des Landschaftsarchitekten Matthias Wolf anfreunden, eine spezielle Staudenmischung entlang der Hauptstraße in einem Kiesbett einzusäen.  
Bild: Nienaber

Nur über das gewisse Etwas, das an der Bundesstraße 55 Lust auf die Gemeinde machen soll, ist sich die Politik noch uneins. Wofür steht der Name Langenberg? Was hätte genug Symbolkraft, die Heimat von 8000 Bürgern ohne viele Worte dar- und vorzustellen und wäre dabei noch einfach zu realisieren? – ein Hopfengerüst, wie es Landschaftsarchitekt Matthias Wolf als Marke an der vielbefahrenen Bundesstraße vorschwebt, jedenfalls nicht, ist sich eine Mehrheit des Rats sicher.

Wie ein Fremdkörper würde die in südlichen Gefilden allgegenwärtige Brausubstanz hierzulande daherkommen, kritisierte die CDU im Rahmen der jüngsten Bauausschusssitzung. Zu pflegeintensiv und lange Zeit im Jahr „einfach nicht schön“ sei ein entsprechendes Pflanzgerüst, meinten die Langenberger Bündnisgrünen. Überhaupt dürfe man die Gemeinde nicht auf das Thema „Bier“ reduzieren, waren sich die Fraktionen einig. Dennoch, so waren die Bürgervertreter zuletzt einer Meinung, müsse nach einem Aushängeschild gesucht werden, das im Zusammenspiel mit einem für gut befundenen, beleuchteten „Langenberg“-Schriftzug auf der gegenüberliegenden Straßenseite an der B 55 für die Gemeinde werben soll.

Eine elektronische Anzeigetafel (SPD), ein Fahnen-Ensemble (CDU), eine Skulptur (UWG) – so vielfältig die Gemeinde ist, so unterschiedlich sind auch die Vorstellungen der Lokalpolitik von einer weithin sichtbaren „Visitenkarte“ des Orts. Bei derart differenzierter Sicht der Dinge sei es nur folgerichtig, die ins Boot zu holen, die es zuletzt betrifft, schlug Carsten Pilz (Die Grünen) den Ausschussmitgliedern vor und bekam dafür viel Zustimmung aus den Reihen des Gremiums. Die Verwaltung wurde dementsprechend seitens des Ausschusses beauftragt, einen Aufruf an den Gewerbeverein und die Bürger zu richten, eine künstlerische Interpretation zur Darstellung der Gemeinde Langenberg im Ortseingangsbereich zu entwerfen. Details dazu sollen demnächst noch bekannt gegeben werden.

Die Frage nach der Straßenbegleitpflanzung der Hauptstraße scheint derweil geklärt zu sein. Die Mitglieder des Bauausschusses sprachen sich mehrheitlich für die von Landschaftsarchitekt Matthias Wolf vorgestellte Anpflanzung von Stauden in einem Kiesbett aus. Durch das Einsetzen verschiedener Pflanzensorten könne gewährleistet werden, dass im Zeitraum von April bis Mitte Juli durchgehend blühende Pflanzen zu sehen sind, erläuterte der Rietberger Grünexperte. Als größere Solitärpflanzen entlang der Ortsdurchfahrt sollen Bäume in Säulenform die Blicke auf sich ziehen. Bei Verfügbarkeit sollen schon bald Exemplare einer entsprechenden Hainbuchengattung gepflanzt werden. Als Alternative sind Ulmen angedacht. Wenig Diskussionsbedarf besteht mit Blick auf den neuen Kreisel in Höhe der Wiedenbrücker Straße. Hier soll demnächst eine ausrangierte und von der Privatbrauerei Hohenfelde bereitgestellte Sudpfanne nebst Begleitpflanzung als außergewöhnlicher Straßenschmuck dienen.

SOCIAL BOOKMARKS