Steuergerechtigkeit kommt auf den Hund
Bild: Pixelio
Hundebesitzer müssen für ihren Liebling im kommenden Jahr tiefer in die Tasche greifen.
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Den Sozialdemokraten brachte nicht nur die ins Auge gefasste Erhöhung dieser Abgabe auf den Besitz eines bellenden Vierbeiners auf die Palme. Verwunderung löste bei ihm auch die Tatsache aus, dass die Gemeindeverwaltung eine entsprechende Beratungsvorlage auf Anregung eines Bürgerantrags erstellt hatte – der Absender allerdings in der Anonymität verschwand.

Treuer Begleiter

Die Vertreter sämtlicher Fraktionen verspürten zum Teil Bauchschmerzen, die Hundesteuer anzuheben und damit dem Verwaltungsvorschlag zu folgen, die Abgabe dem Niveau des Kreisdurchschnitt anzupassen. Mit zehn Ja- und vier Neinstimmen bei einer Enthaltung passierte der Antrag den Ausschuss.

Der Hund sei Beschützer und Begleiter auch von älteren Bürgern, die eine Erhöhung finanziell schwer verkraften könnten, lautete ein Argument. Margret Reckhaus (CDU) berichtete von „Langenbergern, die ihren Hund manchmal besser behandeln als sich selbst.“ Und nicht allen Hundehaltern sei eine Abgabenerhöhung zuzumuten. Für die Sozialdemokraten sind Hunde „ortsbildprägend“ und dessen Besitz keine Kuh, die man melkt, um andere Vorhaben zu finanzieren. Einig hingegen waren sich alle Bürgervertreter, dass im kommenden Jahr aus „Gründen der Steuergerechtigkeit, der Hundebestand erfasst“ wird. Hintergrund ist, dass in vergleichbaren Kommunen eine Dunkelziffer an Hunden von 20 Prozent nachgewiesen wurde.

Neue Gebührensätze

Nachfolgend die Gebührensätze, denen der Gemeinderat noch zustimmen muss: ab 1. Januar 2012 sind zu zahlen für einen Hund 48 Euro (bislang 32 Euro/Kreisdurchschnitt 51 Euro), zwei Hunde je 66 Euro (50/66), drei Hunde je 80 Euro (64/79), für einen laut Satzung gefährlichen Hund 384 Euro (256/331) und bei zwei und mehr gefährlichen Hunden je 480 Euro (320/416).

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