Stressfreies Umfeld deckt Potenziale auf
Bild: Daub
Einblick in neue Welten: Die Schüler (v. l.) Justus Vogelsang, Langenberg, Celina Golz, Mastholte, Lina Südhoff, Langenberg, und Katharina Forthaus, Benteler, inspizierten eine Schneidemaschine der Firma Becker Sondermaschinenbau.
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Der fiktive Bewerbungstag lief routiniert ab, schließlich kennen sich die Beteiligten, die als Arbeitgeber bekannt sind. Die meisten von ihnen sind seit neun Jahren dabei. Dazu zählen neben dem Unternehmen für Sondermaschinenbau auch Forthaus, Dieselstraße, die Lüning-Gruppe aus Rietberg mit Logistikzentrum in Benteler, die Wohnmanufaktur Lignatus, Stromberger Straße, die Kreissparkasse Wiedenbrück, die Volksbank Bielefeld-Gütersloh, die Allgemeine Ortskrankenkasse (AOK) Wiedenbrück, das Altenpflegeheim St. Antonius sowie Miele, Gütersloh, und Plizko-Kriedemann, eine Firma für Elektro, Heizungs- und Sanitärinstallationen, Klutenbrinkstraße. Auch Rathauschefin und Bürgermeisterin Susanne Mittag war am Samstag erneut mit von der Partie.

„Peci“ bildet den Rahmen für diese jahrelange Kooperation von Kommune, Langenberger Wirtschaft und der lokalen Gemeinschaftsschule Langenberg. Das Kürzel steht für den Slogan „Potenziale erkennen – Chancen identifizieren“. Und genau das wollten die 36 Schüler der neunten Klassen am jüngsten Aktionstag. Mit ihren schriftlichen und mündlichen Bewerbungen versuchten sie, bei ihrer Einzelvorstellung und in der Präsentation in einer Dreier- beziehungsweise Vierergruppe den potenziellen künftigen Arbeitgeber von ihren Qualitäten zu überzeugen.

„Peci“ hat vor allem den Vorteil, dass Stress bei der Vorstellung ausgeklammert wird. Die Jugendlichen könnten ein risikofreies Bewerben für eine Ausbildungsstelle ausprobieren, waren sich der kaufmännische Leiter bei Becker, Hermann Lüning, Lehrerin sowie Übergangscoach Erika Veith-Walter, sowie der technische Ausbilder bei Miele, Thomas van den Bongard, und weitere Akteure einig. Veith-Walter, die seit dem „Peci“-Beginn in Langenberg mit dem Herzen dabei ist: „Unsere Jungen und Mädchen sollen am Ende des Aktionstags auch sagen dürfen: ‚Ok, das war ja alles recht nett‘, aber nicht das Gefühl mit nach Hause nehmen, dass sie eingekauft worden sind.“ Deutlicher sagte es Hermann Lüning: „Unser Angebot beinhaltet, Schüler fit zu machen. Wir geben ihnen eine Starthilfe. Ein betriebliches Eigeninteresse steht nicht im Fokus.“

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