Suche nach Wohnraum für Flüchtlinge
Bild: von Stockum
Die Konkurrenz ist groß auf dem heimischen Immobilienmarkt. Jetzt mischt auch die Gemeindeverwaltung Langenberg mit. Sie sucht Quartiere für 120 Flüchtlinge.
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Die Menschen haben Gelegenheit, abseits von Kontrolle und Massenversorgung ein weitgehend normales Leben zu führen. Gleichwohl bringt die dezentrale Unterbringung auch Probleme mit sich. Die Situation auf dem Wohnungsmarkt ist angespannt. Deshalb sucht die Gemeindeverwaltung nun mit einem öffentlichen Aufruf nach zu mietenden Immobilien für die Menschen, die vor Not, Krieg und Verfolgung fliehen. „

Aufgrund der durch Bund und Land nochmals kurzfristig angehobenen Zuweisungsquoten von Asylbewerbern und Flüchtlingen aus Krisenregionen sucht die Gemeinde Langenberg dringend geeignete Räumlichkeiten. Die Kapazitäten der bisher angemieteten Wohnungen sind bereits erschöpft, so dass nun dringender Bedarf besteht“, heißt es in einer Mitteilung von Bürgermeisterin Susanne Mittag.

Die Verwaltung hat sich zum Ziel gesetzt, die Flüchtlinge möglichst in kleinen Wohnungen über das Gebiet der Kommune verteilt unterzubringen. „Große zentrale Einheiten sind sowohl für die Asylsuchenden als auch für die Nachbarschaft nicht wünschenswert“, sagt Mittag. Die derzeitige Situation „ist für uns alle sehr belastend“. Dennoch müsse und wolle man sich Verantwortung stellen und den Flüchtlingen aus den Krisenregionen ein Dach über den Kopf geben. Auch sollten sie unterstützt werden, sich in der Gemeinde zurechtzufinden. „Eine Gemeinschaftsaufgabe, die nicht nur die Gemeindeverwaltung, sondern uns alle fordert“, betont die Verwaltungschefin. „Helfen Sie uns und den Menschen, die unsere Hilfe brauchen.“

Wer geeigneten Wohnraum bereitstellen kann, wird gebeten, sich an die Langenberger Gemeindeverwaltung unter Telefon 05248/50838 oder per E-Mail an langenberg@gt-net.de zu wenden. „Eine regelmäßige Mietzahlung und eine ordnungsgemäße Übergabe der Räumlichkeiten an den Vermieter nach Vertragsende werden zugesichert. Ebenso kann auf Wunsch die zahlenmäßige Belegung der Räume im Vorfeld zwischen Eigentümer und Gemeinde festgelegt werden“, sichert Susanne Mittag zu. Gleichzeitig könne man sich auch durchaus vorstellen, Ein- oder Zweifamilienhäuser zu erwerben.

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