Talente und Leidenschaften wecken
Bild: Nienaber
Die Schüler haben sichtlich Spaß an "Jekim".
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 Das lehrreiche Klangspektakel zählt zu den herausfordernden neuen Vorhaben an der Modellschule für längeres gemeinsames Lernen. Die Fünftklässler sind über ihre bedeutende Vorreiterrolle an ihrer Schule trotz aller schmerzhaften Hinterlassenschaften stolz. Der „Grundbildung in Sachen Kunst und Kultur für wirklich jedes Kind“ sehe sich das Kollegium verpflichtet, erläutert Rektorin Anette Drescher. Folgerichtig sei es konsequent, mit dem Projekt „Jekim“ dafür zu sorgen, dass musikalische Talente gefördert werden und so Musik an den Ort gebracht wird. „Anders als bei üblichen Bläser- oder Orchesterklassen, kommt in diesem Projekt wirklich jedes Kind zum Zug“, betont Drescher.

Wählen können die Schüler zwischen verschiedenen Bandinstrumenten und mehreren Blasinstrumenten. Die Gitarren, Schlagzeuge, Keyboards, Trompeten und Co. fügen sich schließlich zu einem Klassenorchester zusammen. Claudia Lietz, Musiklehrerin an der Gemeinschaftsschule Langenberg, und Jörn Stölting, Musiklehrer der Kreismusikschule, arbeiten als Tandem zusammen und fungieren so als Talenteförderer an der Musikfront. „Wir wollen mit den Schülern die Leidenschaft für Musik teilen und auch verborgene Fähigkeiten wecken“, sagt Lietz. Im Rahmen des dreistündigen Musikunterrichts erlernt der Langenberger Nachwuchs schließlich das Spielen in der Gemeinschaft.

Jahrgangsrhythmus ist das Ziel

Bisher nehmen zwei der drei fünften Klassen an „Jekim“ teil. Im kommenden Schuljahr soll der fehlende Klassenverband dann in der sechsten Jahrgangsstufe musikalisch mit ihren Instrumenten auftrumpfen. „Ziel ist es, einen Jahrgangsrhythmus zu erlangen, so dass jeweils alle drei der fünften Klassen gleichzeitig an Jekim teilnehmen“, betont Drescher. Ganz ohne finanzielle Unterstützung von außen könnte das Musikprojekt an der Gemeinschaftsschule Langenberg allerdings nicht über die Bühne gehen.

Mit zunächst 3000 Euro greift die Gütersloher Familie-Osthushenrich-Stiftung dem musikalischen Nachwuchs aus Langenberg als Co-Finanzierer für zwei Jahre unter die Arme. Mit dem Geld wird unter anderem die fachmännische Lehrbegleitung der Kreismusikschule ermöglicht. Der Familie-Osthushenrich-Stiftung war es wichtig, die Eltern der Langenberger Schüler ebenfalls mit ins „Jekim“-Boot zu holen.

„Wir als Stiftung wollen lediglich einen Impuls geben. Einer späteren Anschlussfinanzierung würden wir zwar sicher nicht im Weg stehen, aber eine Dauerfinanzierung entspricht nicht den Grundsätzen einer Stiftung“, sagt Stiftungs-Geschäftsführer Burghard Lehmann. Wie Rektorin Drescher ist aber auch er davon überzeugt, dass das Projekt in Zukunft einmal auf eigenen Beinen stehen kann. Nicht zuletzt aufgrund der Elternbeteiligung sei die Wertschätzung von „Jekim“ sehr hoch, sagt Burghard

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