Temposündern auf die Spur kommen
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An der Hauptstraße möchten die Unabhängigen Wähler zwei Smileyampeln errichten lassen. Einen entsprechenden Antrag hat die Partei im Bauausschuss eingereicht. Die Ampeln sollen Temposünder auf ihr Fehlverhalten im Straßenverkehr aufmerksam machen. Die CDU regte in diesem Zusammenhang an, das Fahrverhalten im Dorfzentrum mittels Messtechnik über einen längeren Zeitraum zu analysieren.
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Die Temposünder auf ihr Fehlverhalten im Straßenverkehr aufmerksam machen möchte die Unabhängige Wählergemeinschaft (UWG) Langenberg. Sie hat beantragt, im Bereich der Hauptstraße im Herzen der Gemeinde zwei sogenannte Smileyampeln einzurichten. Diese sollen diejenigen Autofahrer, die mit ihrem Fuß zu tief auf dem Gaspedal stehen, per Aufleuchten fröhlicher beziehungsweise trauriger Gesichter gegebenenfalls zum Abbremsen veranlassen. Tempo 30 – mehr ist nicht gestattet auf der Hauptverkehrsader, die täglich von etlichen Fahrzeugen und landwirtschaftlichen Maschinen genutzt wird.

5000 Euro im Haushaltsplanentwurf

Dass sich längst nicht alle Verkehrsteilnehmer an die Vorgaben halten, hätten Anlieger der Partei im Rahmen einer Diskussionsveranstaltung berichtet. „Die von uns angeregte Ampel kann ein stärkeres Bewusstsein der Verkehrsteilnehmer in Bezug auf die Tempoüberschreitung erzeugen“, heißt es in dem Antrag der UWG. Und weiter: „Wir sehen es als unsere Verpflichtung an, sensibel zu machen für ein Thema, das uns alle angeht – nicht nur die Anwohner an der Hauptstraße.“ Der Antrag der Wählergemeinschaft stößt bei Politik und Verwaltung auf Zustimmung. Insgesamt 5000 Euro, die für die Anbringung solcher Signalgeber benötigt würden, hatte die Verwaltung bereits vorsorglich in den Haushaltsplanentwurf eingestellt.

Fahrverhalten analysieren

Und auch die übrigen Fraktionen plädierten dafür, sich in einer der nächsten Sitzungen des Bauausschusses detailliert mit dem Antrag der Wählergemeinschaft auseinandersetzen zu wollen. Die CDU regte in diesem Zusammenhang an, das Fahrverhalten im Dorfzentrum mittels Messtechnik über einen längeren Zeitraum zu analysieren. Die dafür benötigten Geräte könnte die Gemeinde entweder selbst kaufen oder sich gegebenenfalls auch von der Gütersloher Kreisbehörde ausleihen. Mehrere Kommunen in der unmittelbaren Nachbarschaft zu Langenberg setzten bereits auf diese Methode, zu belastbaren Daten zu gelangen, auf dessen Grundlage man dann weitere Maßnahmen auf den Weg bringen könne, erläuterte Ratsherr Jürgen Adolf.

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