Toröffner für die Feuerwehrkameraden
Bild: Eickhoff
Als Maschinist ist Klaus Stukenkemper auch Fahrer beim Löschzug in Benteler.
Bild: Eickhoff

Denn Stukenkemper wohnt und arbeitet direkt gegenüber des Gerätehauses. Der selbstständige Großhändler für Molkereiprodukte muss nach jeder Alarmierung also nur über die Straße laufen und die Tür aufschließen. Mit einem Druck auf eine roten Pilzknopf öffnen sich dann alle drei Tore des Gerätehauses, und die Feuerwehrkameraden können durch die Tore gleich zu ihrer Dienstkleidung durchstarten, die an den Wänden hängt.

Als Maschinist besetzt Klaus Stukenkemper normalerweise das Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug (HLF 20), muss aber vor dem Ausrücken auf acht Kameraden warten. Je zwei Mann bilden einen Angriffs-, Wasser- und Schlauchtrupp, zusammen mit dem Melder nehmen sie im Fond der Fahrerkabine Platz. Auf den Beifahrersitz steigt dann noch der Gruppenführer ein und los geht die Fahrt. Als Maschinist ist Stukenkemper nicht nur Fahrer, er bedient auch die eingebauten Aggregate wie Kreiselpumpe, Seilwinde oder Stromerzeuger.

Die Einsatzstelle sichert er sofort mit Warnzeichen, Fahrlicht und blauem Blinklicht ab und unterstützt seine Kameraden bei der Entnahme der Geräte. Auch später ist er wieder für die ordnungsgemäße Verladung der Geräte verantwortlich.

Zur Feuerwehr gekommen ist Klaus Stukenkemper durch seinen Vater Josef. „In meinen Kinder- und Jugendtagen wurde mit einem Firmenfahrzeug auch schon mal die Motorspritze zur Einsatzstelle gebracht, erinnert er sich. Fragt man den Unternehmer, der zehn Angestellte beschäftigt, warum er sich trotz des starken beruflichen Einsatzes immer noch in der Feuerwehr engagiere, ist seine Antwort kurz und klar: „Es können ja nicht alle Nein sagen.“

Das Interesse an der Technik und damit verbunden die Suche nach Lösungen in schwierigen Situationen, das ist für Stukenkemper ein Grund für sein Feuerwehrengagement. Aber auch die Gemeinschaft innerhalb des Löschzugs ist für den Feuerwehrmann seit 35 Jahren Antrieb, sich in den Dienst der guten Sache zu stellen und in Not geratenen Menschen zu Hilfe zu eilen. Dafür hat er bei der jüngst aus der Hand von Bürgermeisterin Susanne Mittag das Feuerwehrehrenzeichen in Gold erhalten.

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