UWG stellt Antrag für Visionen

Aus städtebaulicher Sicht ist der Innerortsbereich Langenbergs ein Sorgenkind. Diese Erkenntnis teilen die übrigen Fraktionen von CDU, FDP, Grünen und SPD mit den Antragstellern. Mit dem Baugebiet „Haselkamps Wiese“, dem verödenden Areal des ehemaligen Bahnhofs und dem alten Friedhof sind drei Baustellen genannt. Die leerstehenden Geschäftslokale im Bereich der Hauptstraße, die nicht zur optischen Attraktivierung der Gemeinde beitragen, zeugen davon, dass dieser Standort für den Einzelhandel nicht das Gelbe vom Ei ist.

Wo geht´s hin?

Konkurrenzsituationen und finanzielle Unzufriedenheit machen den Selbstständigen das (Über)Leben nicht einfach. Kurz um: Die UWG ist der Überzeugung, dass man diese Problemstellungen ganzheitlich betrachten und zu Lösungen kommen muss. Bürgermeisterin Susanne Mittag formulierte am Dienstagabend in der Sitzung des Fachausschusses die Kardinalfrage: „Was soll sich wohin entwickeln?“ Hilfestellung erwarten die Bürgervertreter von der Meinung der Einwohner Langenbergs. Denkbar ist, dass sich in Langenberg Arbeitsgruppen bilden, die die Entwicklungspotenziale entdecken und artikulieren. Dabei stünde der Städtebau im Vordergrund. Gegebenenfalls tun sich aber auch Denkanstöße auf, die kulturelle und wirtschaftliche Belange positiv beeinflussen. „Wir brauchen Vision für die Zukunft“, sagte Susanne Mittag.

Zuschüsse beantragen

Der Gemeinderat will parallel zu diesen Beratungen ausloten, wie die Chancen auf finanzielle Hilfestellung sind. Auf Antrag der UWG soll untersucht werden, ob für die Dorfinnenentwicklung Gelder aus dem NRW-Landestopf für die „Richtlinie über Gewährung von Zuwendungen zur Förderung einer integrierten ländlichen Entwicklung“ zur Verfügung stehen. Von den Kosten für eine fachliche Begleitung (30 000 Euro) müsste die Gemeinde womöglich die Hälfte stemmen.

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