Verwaltung setzt auf Gleichberechtigung
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Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den Geschlechtern herrscht in der Langenberger Verwaltung nur mit Blick auf die reinen Zahlen. Sämtliche Führungspositionen sind mit Männern besetzt. In den kommenden Jahren sind drei der vier Stellen neu zu besetzen.
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Als verhältnismäßig kleine Verwaltung lässt sich bei der Langenberger Rathausmannschaft in vielen Bereichen keine Parität herstellen – auch wenn diese im jüngst aufgestellten Gleichstellungsplan verfolgte Zielvorgabe wünschenswert wäre. Der Grund: Weil einige Positionen nur einfach besetzt sind, ist eine Ausgewogenheit unter den Geschlechtern nicht möglich. Es kommt zwangsläufig zu einer Unterrepräsentanz – entweder von Frauen oder von Männern.

Insgesamt 45 Beschäftigte

Insgesamt sind im Rathaus an der Klutenbrinkstraße sowie in den gemeindlichen Einrichtungen 45 Beamte und Angestellte beschäftigt. Rein rechnerisch ist das Verhältnis zwischen den Geschlechtern nahezu ausgeglichen. 23 Frauen stehen 22 Männern gegenüber. Schaut man genauer hin, wird jedoch ein nicht ganz unbedeutendes Detail sichtbar: Sämtliche Führungspositionen, vier an der Zahl, sind von Männern besetzt.

Frauen hingegen sind vor allem in den mittleren und unteren Besoldungs- beziehungsweise Entgeltgruppen anzutreffen. Nach dem Landesgleichstellungsgesetz ist jede Dienststelle mit mindestens 20 Beschäftigten dazu verpflichtet, einen Gleichstellungsplan aufzustellen und fortzuschreiben. Einen solchen hat der Rat für den Zeitraum 2019 bis 2023 nun beschlossen. Dieser gibt unter anderem klare Handlungsziele vor, wie vor allem die Unterrepräsentanz von Frauen in Führungspositionen abgestellt werden kann.

Neubesetzungen in absehbarer Zeit

Als Grundlage dient unter anderem eine gesonderte Fluktuationsbetrachtung innerhalb der gehobenen Besoldungs- und Entgeltgruppen. Demnach werden am Langenberger Verwaltungssitz in den kommenden Jahren drei der vier Führungspositionen neu zu besetzen sein. Um den Anteil von Frauen dort zu erhöhen, sollen sie bei der Neubesetzung vorrangig berücksichtigt werden. Dabei gilt jedoch auch, dass das Leistungsprinzip nicht außer Acht gelassen werden darf. Vor diesem Hintergrund ist ein umfangreiches Angebot von Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten zu sehen.

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