Viel Konkurrenz im Mutterland des Gospels
Bild: Rejoice
Treffen bei den World Choir Games auf harte Konkurrenz: die Sänger des Gospelchors "Rejoice".
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Aufregend wird die Reise für die Sängerfamilie allemal. „Schließlich reisen wir ins Mutterland des Gospels“, sagt Chorleiter Roland Orthaus im Vorfeld der World Choir Games. Im Vordergrund stünde in erster Linie der olympische Gedanke „Dabei sein ist alles“. Die Konkurrenz sei in den Vereinigten Staaten nämlich noch stärker, als sie es bei den bisherigen Weltmeisterschaften ohnehin schon war.

Auch wenn die Aussichten auf einen Podiumsplatz nicht unbedingt die rosigsten sind, dreht sich für die Gospelfreunde von „Rejoice“ derzeit alles um den Auftritt bei der Chormeisterschaft. Zum einen möchte man sich von der besten Seite zeigen und beweisen, dass auch im beschaulichen Langenberg große Gospelmusik gesungen wird, zum anderen stehen dieser Tage noch jede Menge an Vorbereitungen und Organisationen an.

Finanzierung war keine leichte Aufgabe

Zwar seien die Formalitäten für die zwölftägige Reise der 55 Mitreisenden wie das Beantragen der Urlaubsvisa „recht einfach über die Bühne gegangen“, nur sei die Finanzierung der Teilnahme an dem Wettbewerb für den Gospelchor schwierig unter einen Hut zu bringen gewesen. „Wären wir ein reiner Jugendchor, der deutsches Liedgut präsentiert, wären wir einfacher an finanzielle Hilfe herangekommen. So aber war von Seiten der Stiftungen leider nichts zu erwarten“, erläutert Roland Orthaus.

Auch wenn die Organisation bisher schon „viel Zeit und Kraft“ gekostet hat, freue er sich auf das bevorstehende Großereignis in den Vereinigten Staaten. „Man weiß ja, wofür und für wen man so etwas macht“, sagt der „Rejoice“-Chef. Auch weil außer dem eigentlichen Gesangswettbewerb ein aufregendes Begleitprogramm geplant ist. So wollen die Langenberger in New Orleans – das als Wiege des Jazz und der schwarzen Musik gilt – mit einem amerikanischen Gospelchor gemeinsam ein Konzert bestreiten. Überhaupt stünde das Treffen von Menschen, die Gospel mögen, ganz oben auf der „Zu machen Liste“ der „Rejoice“-Sänger.

Chor stimmt sich auf Wettbewerb ein

Die World Choir Games sind der größte Chorwettbewerb der Welt, in dem Chöre aus aller Welt in 23 unterschiedlichen Kategorien gegeneinander antreten. Der Gesangswettbewerb findet alle zwei Jahre auf einem anderen Kontinent statt. Für die Langenberger Sänger von „Rejoice“ ist die Teilnahme im US-amerikanischen Cincinnati bereits die dritte an einer Chorweltmeisterschaft.

Im Vorfeld präsentiert die Sängerfamilie unter Leitung von Roland Orthaus das Wettbewerbsprogramm und weitere Stücke bei mehreren Konzerten. Am Sonntag, 17. Juni, ab 18 Uhr gibt der Gospelchor sein letztes Konzert vor der Abreise in die USA in der heimischen Lambertuskirche. Begleitet wird der Gospelchor von der eigenen Band mit Claus Canstein aus Hamburg am Klavier sowie den Münsteranern Caris Hermes am E-Bass und Niklas Walter am Schlagzeug. Karten sind über die Vorverkaufsstellen Tankstelle Tellenbrock in Langenberg und die Buchhandlung Rulf in Rheda-Wiedenbrück sowie über die Homepage des Chores zu bekommen.

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