Vorstand ist endlich wieder komplett
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Stehen dem Gewerbeverein in den kommenden zwei Jahren geschäftsführend vor: (v.l.) Bernd Schulte, Bettina Dirkwinkel, Franz-Josef Kühmann, Ursula Börger, Matthias Tellenbrock, Martin Bahners, Jörg Becker, Annette Lückemeyer-Rutschke und Chrstiane Dolge.  
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Lange zögerte der freiberufliche Bauingenieur aber nicht, ehe er nach einstimmiger Wahl den Posten übernahm. Mit dem ohne Gegenstimme bestätigten Vorsitzenden Franz-Josef Kühmann wird Bahners für zwei Jahre an der Spitze des Vereins stehen. In dieser Formalie lag ein fader Beigeschmack, denn seit ihrer letzten Hauptversammlung im Jahr 2011 hatten die Gewerbetreibenden nicht mehr über das Leitungsgremium abgestimmt und auch keinen Kassenbericht gehört. Damals hatte Holger Carbow, seinerzeit Leiter des Elli-Markts, den Stellvertreterposten übernommen. Krankheitsbedingt amtierte er nur wenige Monate, so dass es zuletzt keinen vollständigen Vorstand gab.

„Das geht gar nicht“, entschuldigte sich die neue und alte Schriftführerin Christiane Dolge, die die Bilanzen der vergangenen Jahre auflistete. Auch Franz-Josef Kühmann bedauerte das Versäumnis. „Es hätte viel zu diskutieren gegeben.“ Diese Einschätzung galt nach wie vor, wie sich im Verlauf des Abends herausstellte. Außer den Neuwahlen standen der Anschluss an ein leistungsfähiges Glasfasernetz und die bereits vor zwei Wochen publik gemachte Entscheidung zur Absage des „Langenberger Frühlings“ im Mittelpunkt.

Der aktuell durch das Unternehmen Breitbandversorgung (BBV) Deutschland vorangetriebene Glasfaserausbau „wird passieren“, versicherte Franz-Josef Kühmann und ergänzte, dass der Anbieter von 800 benötigten Verträgen bisher 732 abgeschlossen habe. Herrschte bei der Notwendigkeit schnellen Internets weitgehende Einigkeit, war das im Fall des „Langenberger Frühlings“ anders.

Bei einer Vorstandssitzung Ende November habe man beschlossen, die Veranstaltung wegen der Erneuerung der Hauptstraße ausfallen zu lassen, was nachträglich auf Zustimmung gestoßen sei, erläuterte Christiane Dolge. Norbert und Ursula Börger, die zuletzt ein Ausweichen auf die Rietberger-, die Wiedenbrücker- und die Lippstädter Straße favorisierten, wiederholten ihre Kritik an diesem „alternativlosen“ Vorgehen und verwiesen auf die beteiligten Vereine, die man ebenfalls nicht gefragt hätte. An der Entscheidung, 2016 keinen Langenberger Frühling zu veranstalten, änderte dies aber nichts mehr.

Baumarkt kommt nicht bei allen gut an

Dafür soll es 2017 nach Möglichkeit wieder eine zusätzliche Gewerbeschau geben, die bei ihrer jüngsten Auflage vor fünf Jahren sehr gut angekommen sei. Versicherungskaufmann und Ratsherr Michael Praest warf die Frage auf, ob dafür die Ortsdurchfahrt von der Rietberger Straße bis zum Kirchplatz ausreiche. Es sei immerhin möglich, dass der Bauabschnitt von dort bis zur Mühlenstraße noch nicht fertig sei. Mindestens ein halbes Jahr vorher solle die Entscheidung darüber fallen, hielt Franz-Josef Kühmann fest. Die Ansiedlung neuer Firmen kam ebenfalls zur Sprache. Maler Jörn Leweling brachte die Möglichkeit auf den Tisch, bisher brachliegende Flächen an der Lippstädter Straße dafür zu nutzen. Ablehnend stand er der Ansiedlung eines Baumarkts im Gebäude der alten Aldi-Filiale gegenüber, da man die dort angebotenen Produkte bereits heute in Langenberger Geschäften kaufen könne.

Franz-Josef Kühmann regte an, verstärkt junge und zugezogene Unternehmer für den Gewerbeverein zu gewinnen und Diskussionen in großer Runde mehr Raum zu geben, bevor er seine Zuhörer mit Hinweis auf die nächste Versammlung, „spätestens in zwei Jahren“, entließ.

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