Wärmebilder zeigen Schwachstellen auf
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Die Thermografie zeigt, wo Wärme verloren geht.
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Das Prinzip von „Altbau neu“ ist schnell zusammengefasst, wie Ulrich Brede, der im Rathaus Langenberg das Projekt des Kreises Gütersloh betreut, berichtet. „Mit Hilfe einer Infrarotkamera werden Wärmebilder von der Hausfassade erstellt, welche die Dämmqualität und deren Schwachstellen zeigen. Um die Wärmebilder richtig zu interpretieren, sind Kenntnisse über die Fototechnik und Fachwissen zu bauphysikalischen Schwachstellen von Gebäuden erforderlich. Daher bieten der Kreis und die beteiligten Kommunen die Thermografien in Kombination mit einer unabhängigen Energieberatung an.“

Thermografie und Beratung

Die Teilnehmer können zwischen Wärmebildern plus 30-minütiger Beratung im Rathaus und Wärmebildern plus 90-minütiger Beratung zuhause wählen. Durch einen Zuschuss des Kreises und der Kreishandwerkerschaft halten sich die Kosten für die Teilnehmer in Grenzen. Für die Thermografien plus 30-minütige Energieberatung im Rathaus zahlt der Bürger einen Eigenanteil von 129 Euro, für die Thermografien plus 90-minütiger Energieberatung im Wohngebäude beläuft sich der Eigenanteil des Teilnehmers auf 163 Euro. Zum Leistungsumfang gehören bei beiden Varianten digitale Bilder zu jedem Wärmebild und ein Thermografie- und ein Beratungsbericht.

Positive Bilanz

Eine positive Bilanz ziehen vier Jahre nach Einführung der „Altbau neu“-Aktion die Gemeinde und der Kreis Gütersloh. Rund neun Millionen Euro Sanierungsvolumen löste das Duo aus Thermografie und Energieberatung laut einer aktuellen Auswertung in den vergangenen vier Jahren aus. Die durchschnittliche Investitionssumme pro Wohngebäude beträgt 65 000 Euro. Je Teilnehmer ergibt sich eine Investitionssumme von 10 500 Euro. In die Statistik sind nur die Maßnahmen eingeflossen, die dem beauftragten Energieberatungsbüro „Bauwerkstadt“ aus Werther bekanntgeworden sind. „Die positive Bilanz der vergangenen Jahre stärkt uns den Rücken, die Aktion fortzusetzen“, erklärt Ursula Thering, Projektbeauftragte beim Kreis, stellvertretend für die neun teilnehmenden Kommunen. Informationen sind auf der Website der „Altbau-neu“-Aktion nachzulesen.

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