„Western Comfort“ geht in alle Richtungen
Bild: privat
Vor Publikum zu spielen ist ein unbeschreibliches Gefühl für (v. l.) Robin Eichhöfer, Markus Mönnig sowie Peter und Matthias Kaschel.
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Bereits seit vier Jahren existiert die Gruppe, in der jetzigen Besetzung treten „Western Comfort“ seit Anfang 2011 bei regionalen Festivals auf. Außer Robin als Gitarrist gehören auch die Brüder Peter und Matthias Kaschel dazu. Während Peter, der Jüngere der beiden, mit viel Energie am Schlagzeug sitzt, ist Matthias zweiter Gitarrist und trägt stimmgewaltig die Texte vor.

Intensive Probenarbeit

Unterstützt wird er dabei von Bassist Markus Mönnig. In ihren Liedern verarbeiten die vier Schüler Emotionen und Erfahrungen, oder bringen einfach ihre Freude am Komponieren zum Ausdruck. „Wenn uns spontan etwas Originelles einfällt, entwickeln wir es weiter“, beschreibt Eichhöfer die Entstehung neuer Songs. Auf eine bestimmte Stilrichtung wollen sie sich nicht festlegen: „Wir probieren gerne etwas aus. Die Leute sollen sich selbst ein Bild von uns machen“, erzählt der 17-Jährige weiter. Gelegenheit dazu besteht reichlich. Erst am 29. Juli trat das Quartett beim „Burk-Hard-Rock“ in Wadersloh auf. Auch privat ist die musikalische Vielfalt groß. Neben Bands wie den Foo Fighters oder Rise Against hören die vier auch Deichkind oder die Arctic Monkeys. Im letzten Jahr gastierten „Western Comfort“ auf dem überregional bekannten Rietberger Festival „Getoese in Moese“ und begeisterten dort ihre Zuhörer. Für den Erfolg sind intensive Proben unerlässlich. Bis zu viermal in der Woche treffen sich die vier Schüler bei Matthias und Peter auf dem Dachboden, den sie für ihre Zwecke ausgebaut haben. „Da kommen schnell zehn Stunden in der Woche zusammen“, verdeutlicht Eichhöfer den enormen Zeitaufwand.

Verstärker vom Flohmarkt

Für die Beschaffung des nötigen Equipments ist ebenfalls Kreativität gefragt. „Die Verstärker konnten wir auf einem Flohmarkt erstehen. Manches schenken uns auch Verwandte zu Weihnachten oder wir sparen ganz einfach“, berichtet der Gymnasiast weiter. Ihre Auftritte organisieren die vier selbst, beim Transport von Instrumenten und Equipment helfen ihnen Freunde und Verwandte. „Der Aufwand ist enorm, aber vor Publikum zu spielen ist ein unbeschreibliches Gefühl“, so Robins Begründung für ihr Engagement. In absehbarer Zeit soll auch eine CD erscheinen. Termine für weitere Auftritte sind vorgemerkt. „Konkrete Anfragen gibt es noch nicht, aber wir werden auf jeden Fall noch einige Vorstellungen bieten“, gibt der Gitarrist einen Ausblick auf die kommenden Monate.  Hendrik Heft

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