Zebrastreifen soll erhalten bleiben
Bild: Nienaber
Soll bleiben oder um wenige Meter verlegt werden: der Zebrastreifen in Höhe des Volksbank-Parkplatzes. In den aktuellen Planungen des Kreises Gütersloh sind bisher keine Querungshilfen dieser Art berücksichtigt. Dagegen wehrt sich der Seniorenbeirat mit Rolf Fortenbacher, Elisabeth Lütkehellweg sowie Brigitte Stage an der Spitze.  
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 Doch daraus wird nichts, wie die Interessenvertreter der Generation 60+ zuletzt erfahren mussten. Die Aussage vom Kreis-Bereichsleiter Josef Rakel im Rahmen der Bürgerinformationsveranstaltung zur Sanierung der Hauptstraße war für die Mitglieder des Seniorenbeirats eine Hiobsbotschaft. Die aktuelle Planung sehe gar keinen Zebrastreifen mehr vor, hatte der Vertreter der Planungsbehörde auf die Frage mitgeteilt, ob zusätzlich zum bestehenden ein weitere Fußgängerübergang weiter Richtung Osten eingerichtet werden könnte.

Zwar könnten zu einem späteren Zeitpunkt die weißen Streifen auf dem Asphalt vom Straßenverkehrsamt angeordnet werden, jedoch sehe man derzeit zum einen im Bereich der Volksbank keine Notwendigkeit mehr, zum anderen sei ein Zebrastreifen in Höhe des Minipreis-Markts aufgrund der vielen Ausfahrten dort nicht möglich. Auch würden bei einer Realisierung Parkplätze verloren gehen, betonte Rakel. Alternativ sei lediglich eine Querungshilfe am Kreisverkehr zur Wiedenbrücker Straße geplant, sagte Rakel.

Dass es im Osten der Hauptstraße schwierig werden könnte, einen Zebrastreifen zu realisieren, war Rolf Fortenbacher als Vorsitzenden des Seniorenbeirats schon vor der Versammlung klar. Dass jedoch auch der bestehende Überweg in Höhe des Volksbankparkplatzes wegfallen soll, ist für ihn und seine Vorstandsmitstreiterinnen Brigitte Stage und Elisabeth Lütkehellweg unverständlich. „Er wird doch genutzt, und zwar von Jung und Alt“, sagt Brigitte Stage. Vor dem Hintergrund, dass das neue Baugebiet auf Haselkamps Wiese weitere Frequenz mit sich bringen werde, müsse der Zebrastreifen unbedingt bleiben.

Gegen den Wegfall der Querungshilfe wehrt sich der Seniorenbeirat vehement. In einem Schreiben an die Bürgermeisterin, dass an die Kreisbehörde weitergeleitet werden soll, machen die Interessenvertreter ihrem Unmut Luft. So soll der Planungsträger doch noch davon überzeugt werden, dass ein Verzicht der Querungshilfe der falsche Weg ist, die sanierte Hauptstraße zu einem sicheren Ort zu machen.

 Ein oder mehrere Zebrastreifen seien wichtige Bestandteile, die Hauptstraße in Langenberg seniorengerecht zu gestalten. Diesen Anspruch hat der Seniorenbeirat schon seit Jahren. Bereits 2011 hatte man die Verwaltung nach einer Begehung der Hauptverkehrsader darum gebeten, Mängel und Schäden an den Fußwegen zu beseitigen, die die Nutzung von Rollatoren und Rollstühlen dort unnötig erschwerten. Mit Blick auf die geplante Sanierung der Straße und deren Fußwegen war die Gemeinde seinerzeit nur provisorisch tätig geworden.

Umso erfreulicher ist es für den Beirat und deren Mitglieder, dass nach Jahren der Planung demnächst seitens des Kreises endlich Fakten geschaffen werden. Bis auf den zusätzlichen Zebrastreifen seien sämtliche Anregungen in die Entwürfe mit eingeflossen. „Das stimmt uns zuversichtlich. Wäre dies nicht der Fall gewesen, hätten wir weiter gebohrt und unsere Finger warnend in die Wunde gelegt. Schließlich ist dies unsere ureigene Aufgabe als Sprachrohr der Senioren“, sagt Rolf Fortenbacher. Die nächste Sitzung des Ausschusses für Planen, Bauen und Umwelt ist am Dienstag, 12. Mai. Rolf Fortenbacher hofft, dass der Kreis Gütersloh als Planungsbehörde bis dahin Stellung genommen hat zum Anliegen des Seniorenbeirats.

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