Zu Land, zu Wasser und auf der Kegelbahn
Bild: Wieneke
Strahlende Sieger am Abend des 30. Langenberger Fünfkampfs der DLRG: Auf dem Siegertreppchen die drei besten Mannschaften sowie die Einzelsieger mit dem DLRG-Vorsitzenden Andreas Friedrich, Schirmherrin Bürgermeisterin Susanne Mittag und Renate Knüwer von der Kreissparkasse Wiedenbrück als Sponsor (v. r.). 
Bild: Wieneke

Beim Wettkampf zum 30. Geburtstag gingen nun 99 Sportler im Alter von zehn bis 60 Jahren in 16 Mannschaften an den Start. Vom Startpfiff bis zum Erreichen des Ziels lief der Sekundenzeiger unbarmherzig. 100 Meter hatten die Teilnehmer im Wasser der Kleinschwimmhalle zurückzulegen, weitere 1500 Meter zu laufen, um darauf im Schießheim der St.-Lambertus-Schützen 90 Ringe zu schießen. Danach standen zehn Kilometer auf dem Rad an. Die Tour wurde am Gasthof Schrage unterbrochen, galt es doch auf der Kegelbahn 70 Holz zu werfen. Lediglich die Wartezeiten beim Schießen und Kegeln wurden von der Gesamtzeit abgezogen. Zuschläge in Form von Strafsekunden mussten die Teilnehmer hinnehmen, die den Kreisverkehr in Benteler nicht vorschriftsgemäß durchfahren oder Stoppschilder nicht beachtet hatten.

Zur 30. Fünfkampf-Ausgabe hatte das Leitungsteam mit dem DLRG-Vorsitzenden Andreas Friedrich, Marcel von Zons und Monika Heinrichsmeier die Fäden in der Hand. Nur beim Thema „Sonnenschein“ musste Friedrich passen: „Das Wetter können wir leider nicht gestalten.“ Vorbildlich war erneut der Einsatz des 50-köpfigen Helfer-Teams sowie die Unterstützung durch die St.-Lambertus-Sportschützen, die Rotkreuzgemeinschaft Langenberg-Benteler und weitere Sponsoren. Die professionelle technische Durchführung und Auswertung lobte Bürgermeisterin Susanne Mittag als Schirmherrin: „Dieser Fünfkampf ist einmalig und anders, er hat Tradition und strahlt eine intime Atmosphäre aus“, sagte das Gemeindeoberhaupt. Zugleich seien die Anforderungen auch im 30. Jahr unverändert anspruchsvoll und interessant. Zum runden Geburtstag war die Stimmung trotz des schlechten Wetters gut. Auch wenn sich Geschwister, Väter und Söhne oder auch Ehepaare sportlich harte, aber stets faire Kämpfe lieferten, gingen die Teilnehmer allein, in der Mannschaftswertung aber gemeinsam, auf die Strecke. „Der Fünfkampf der Langenberger DLRG ist eben ein sehr schöner Wettkampf und eine tolle Traditionsveranstaltung für alle Bürger in der Gemeinde“, wusste Susanne Mittag als ehemalige Teilnehmerin zu berichten.

Die im Sport ungewöhnliche Altersbreite beim Langenberger Fünfkampf ist auch nach drei Jahrzehnten ungebrochen. Das stellten unter anderem die beiden zehnjährigen Mädchen Lynn Heinrichsmeier und Hannah Witthinrich oder der 60-jährige Hubert Kammertöns, unter Beweis. Edgar Klose war ebenso wie das Team des TV Langenberg 30-mal am Start. Die elfjährige Zoe Lübbert knackte als einzige der 29 weiblichen Starterinnen die 40-Minuten-Grenze. Der wohl größte Unglücksrabe war der 23-jährige Langenberger Rettungsschwimmer Axel Schrader: Ein „Plattfuß“ seines Rads zwang ihn auf der Hauptstraße zur Aufgabe, fand er doch so schnell kein Ersatzrad. Zugleich bedeutete das auch, dass damit sein Team, die DLRG Langenberg, aus der Wertung fiel und zum 30-jährigen Bestehen nicht den fünften Mannschaftssieg in Folge feiern konnte. Somit war der Weg für die mehrfach Zweitplatzierten – „Die Mädchenmacher“ – frei.

Erfreulich war rückblickend auch die Bilanz des Vorsitzenden Friedrich nach 30 Jahren DLRG-Fünfkampf in Langenberg: Exakt 2517 Starter seien insgesamt in 419 Mannschaften gezählt worden, seit der ungewöhnliche Wettkampf vor drei Jahrzehnten erstmals an den Start ging, erläuterte Friedrich. Die schlechteste Beteiligung habe es mit lediglich acht Mannschaften im dritten Jahr nach der Premiere gegeben, während mit 22 beziehungsweise 21 Teams in den Jahren zwölf bis 14 die höchste Beteiligung erreicht worden sei, wie der DLRG-Vorsitzende im Rahmen der 30. Ausgabe zu berichten wusste.

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