Züchter aus ganz Europa unter einem Dach
 Bild: Wieneke
Mit einer Rekordbeteiligung von 1779 Tieren von 140 Züchtern aus acht Ländern ist die 53. Hauptsonderschau für Brünner Kröpfer und der 35. Hauptsonderschau der Chabo-Züchter in der Langenberger Mehrzweckhalle über die Bühne gegangen; das Bild zeigt (v. l.) Ausstellungsleiter Alfons Lütkehellweg, Frank Böckenfeld (Club der Brünner Kröpfer-Züchter), Manfred Bartl (Vorsitzender der Chabo-Züchter), Erwin Sedlmeier (Vorsitzender des Europaclubs der Brünner Kröpfer-Züchter), Langenbergs RGZV-Vorsitzender Martin Schmidt und Bürgermeisterin Susanne Mittag als Schirmherrin. 
 Bild: Wieneke

Denn mit der 53. Internationalen Hauptsonderschau (HSS) und der 35. Hauptsonderschau des Clubs der Chabo-Züchter setzte das RGZV-Team einen glanzvollen Höhepunkt. „Mehr geht nicht“, sagte Alfons Lütkehellweg strahlend. Denn mit 712 Chabo-Tieren – das ist eine Steigerung von 250 – gab es ein Rekordergebnis in 35 HSS-Jahren. Noch größer war die Steigerungsrate bei den Brünner Kröpfern: Es wurde ein Plus von 300 auf 1067 der faszinierenden Tauben gezählt.

„Wir sind stolz auf Euer Vertrauen“, sagte Lütkehellweg den Züchtern, die sich von weit her auf den Weg in „das kleine, aber aus Züchtersicht sehr große Langenberg“ gemacht hatten. Sie kamen aus dem gesamten Bundesgebiet, aber auch aus Belgien, Dänemark, Frankreich, den Niederlanden, Österreich, Spanien und der Schweiz. „Wir hatten schon Entzugserscheinungen und haben arg gelitten, denn fünf Jahre waren wir nicht mehr in Langenberg“, betonte Manfred Bartl, Vorsitzender des Clubs der Chabo-Züchter. Wenn Langenberg einlade, dann kämen die Züchter in Scharen, schätzten sie doch das Individuelle und das Persönliche. „In dieser Atmosphäre schöpfen wir den Mut und Optimismus für unsere züchterische Zukunft“, lobte Bartl. Dem schloss sich Frank Böckenfeld vom Club der Brünner-Kröpfer-Züchter an: „Beim RGZV Langenberg sind die Rahmenbedingungen optimal.“

Wer in Langenberg dabei sei, der habe schon gewonnen, sagte Erwin Sedlmeier vom Europaclub. Auch Bürgermeisterin und Schirmherrin Susanne Mittag war sichtlich stolz: „Wann können wir in Langenberg schon so viele ausländische Gäste begrüßen?“, fragte sie sich.

Höchste Qualitätsstandards und eine außergewöhnliche Vielfalt der ausgestellten Tiere prägten die beiden Hauptsonderschauen. Die Preisrichter vergaben bei den 712 Chabo-Zwerghühnern 18-mal die Höchstnote „vorzüglich“ und 45 Mal die Note „hervorragend“. 28 Brünner Kröpfer wurden mit der Bestnote „v“ und 82 Tauben mit „hv“ bewertet. Dabei stellten die Langenberger Gastgeber einen neuen Rekord auf: Ausstellungsleiter Alfons Lütkehellweg und sein Sohn Tobias erreichten als Zuchtgemeinschaft nicht nur acht der „v“-Höchstbewertungen, sondern weitere sieben „hv“-Noten. Ausgezeichnet wurden sie mit fünf von 14 Preisen in Form eines Chabos und fünf der 13 Chabo-Bänder.

Otto Rieksneuwöhner aus Hövelhof wurde als Langenberger RGZV-Mitglied für Chabo weiß seidenfiedrig mit „hv“ und einem Kreisverbands-Ehrenpreis belohnt. Für eine kleine Sensation sorgte der zwölfjährige Dominic Hermes aus Varensell, der erst seit vier Jahren Chabo-Hühner züchtet und seit drei Jahren ausstellt. Seine Henne schwarz-silber erhielt die begehrte „v“-Note, holte ein Chabo-Band und belegte in der Champion-Wertung einen herausragenden dritten Platz. Eine weitere „hv“-Bewertung gab es für Dominics Chabo-Henne schwarz-silber gelockt. Auch Karl-Heinz Ewers aus Neuenkirchen freute sich riesig über ein „vorzüglich“ und ein „hervorragend“. Bei den Brünner Kröpfern gab es zweimal die Note „hv“ für den Rietberger RGZV-Vorsitzenden und gebürtigen Langenberger Franz-Josef Lütkehellweg auf Brünner Kröpfer gelb und isabell. Eine weitere „hv“-Auszeichnung ging an den Avenwedder Züchter Hans Tigges.

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