Zwei Insolvenzen und ein Neuanfang
Archivbild: Nienaber
Das ursprüngliche Unternehmen Wolfgang Schwach an der Lippstädter Straße in Langenberg ist Geschichte, gleiches gilt für den Nachfolger FHT Schwach. Matthias Schwach macht künftig am alten Standort unter dem Firmennamen FTI Schwach mit einem kleinem Mitarbeiter-Team weiter.  
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32 Mitarbeiter zählte die Fensterbau-Firma zuletzt, die von dem Inhaber Wolfgang Schwach und Sohn Matthias geführt wurde. „Der Geschäftsbetrieb musste leider vollumfänglich stillgelegt werden. Im Monat Dezember wurde lediglich der Restauftragsbestand abgearbeitet, auch um die Kunden zu bedienen“, erläutert der Paderborner Rechtsanwalt Oliver Ehrhardt, der die parallel laufenden Insolvenzverfahren betreut.

Ursache für die Insolvenzen waren laut Ehrhardt Umsatzrückgänge, die letztendlich zu einer angespannten Liquiditätslage geführt haben. Nach Informationen der „Glocke“ könnten aber auch innerbetriebliche Querelen im Jahr 2013, die in einem Weggang des früheren Geschäftsführers und einem Teil der Belegschaft mündeten, zu einem Knick in der Erfolgskurve geführt haben.

Inwieweit im Zuge der Insolvenz versucht wurde, den Betrieb durch den Einsatz potenzieller Investoren aufrecht zu erhalten, dazu wollte sich Rechtsanwalt Oliver Ehrhardt trotz mehrfacher Nachfrage seitens der „Glocke“ nicht äußern. Fest steht aber, dass sowohl Fensterbau Wolfgang Schwach als auch FHT Schwach abgewickelt werden. Während es für das ursprüngliche Unternehmen bereits eine Gläubigerversammlung gegeben hat, können Forderungen der Insolvenzgläubiger an FHT Schwach noch bis zum 18. März gestellt werden.

Ganz ruhig wird es in den Firmenhallen an der Lippstädter Straße aber nicht werden. Zwar hat sich Firmengründer Wolfgang Schwach aus dem Fensterbau zurückgezogen, sein Sohn Matthias nutzt die Produktionshallen in Langenberg als Geschäftsführer mit einem kleinen Mitarbeiterstamm weiter. Unter dem Namen FTI Schwach werden künftig Fenster, Türen und Insektenschutz produziert. „Wir fangen wieder ganz von vorn an“, erläutert FTI-Außendienstler Ralf Bümmerstede.

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