1300 Gäste beim Nachtschwimmen
Bild: Inderlied
Wagemutig: Von den Startblöcken sowie den Sprungtürmen aus eroberten die „Wasserratten“ beim Nachtschwimmen das kühle Nass des Wiedenbrücker Freibads.
Bild: Inderlied

„Einfach traumhaft.“ Doris Fischer, Geschäftsführerin des Fördervereins Freibad Wiedenbrück, stand am Beckenrand und staunte nicht schlecht. Rund 1300 Badegäste sollen es gewesen sein, die am Freitagabend beim Nachtschwimmen das kühle Nass im und am Becken genossen haben.

Urlaub zuhause

Für die Besucher hatte das Team des Fördervereins zusammen mit den Angestellten des Freibads ein buntes Programm auf die Beine gestellt. „Wir wollen ein Stück Urlaub nach Hause holen“, sagte Doris Fischer. „Einfach abschalten und genießen.“ 

Dafür hatten sich die Freibadfreunde den wohl besten Tag des Jahres ausgesucht. Strahlender Sonnenschein, heiße Temperaturen, die Sehnsucht nach kühler Erfrischung und lockerer Strandatmosphäre. Deshalb waren auch Susanne Goldberg und Sabine Tollkötter dabei. Beide Frauen haben Dauerkarten und sind ohnehin regelmäßig im Wiedenbrücker Freibad. Diesen Abend wollten sich beide nicht entgehen lassen: „So verbringt man am besten seinen Sommerurlaub“, schwärmte Susanne Goldberg, während sie sich einen alkoholfreien Cocktail schmecken ließ.

Kein Platz mehr frei im Becken

Voll waren die drei Schwimmbecken sowie das Planschbecken den ganzen Abend. Ob stilechter „Köpper“ oder elegante „Arschbombe“ – pausenlos sprangen die Wagemutigen vom Ein- und Drei-Meter-Brett in das kühle Nass, das so frisch gar nicht mehr war, denn noch gegen 20 Uhr zeigte das Wasserthermometer muckelige 28,8 Grad Celsius.

Unterwasserscheinwerfer sorgen für Farbenmeer

Ungeduldig warteten die Badegäste auf den Einbruch der Dämmerung. „Wir dürfen bis zum Schluss bleiben“, sagte die zwölfjährige Jolina, die zusammen mit ihrer Freundin Malin Noel im Becken tauchte. Nach 22 Uhr wurden die Unterwasserscheinwerfer eingeschaltet und das Freibad durch zahlreiche Leuchten in eine aufregende Illumination getaucht – das wollten die beiden Mädchen auf keinen Fall verpassen. Der Aufwand hatte sich auch für den Freibad-Förderverein gelohnt. „Ein toller, relaxter Abend in tropischer Atmosphäre“, freute sich Doris Fischer.

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