19 Corona-Fälle bei Tönnies in Rheda
Nach Abschluss der behördlich angeordneten Corona-Reihentests setzt Tönnies die Untersuchungen der Mitarbeiter in eigenen Testzentren fort. Jetzt konnten zwei Infektionsherde ausfindig gemacht werden.

Tönnies hatte als Ergänzung zu den behördlich angeordneten Corona-Reihentestungen in der vergangenen Woche ein eigenes Testprogramm gestartet. Die Beschäftigten waren gebeten worden, sich beispielsweise nach Urlaubsreisen oder in Verdachtsfällen Corona-Tests zu unterziehen.

Bei Kirchenbesuch angesteckt

Eine Einzelperson ist nun nach der Rückkehr aus dem Urlaub positiv auf Corona getestet worden. Zudem gibt es 18 Fälle in einer Produktionsabteilung bei Tönnies in Rheda. „Zwei Mitarbeiter haben uns mitgeteilt, dass sie bei einem Kirchenbesuch Kontakt zu im Nachgang positiv getesteten Personen hatten, ohne selbst offiziell Kontaktperson der Kategorie eins zu sein. Daraufhin haben wir die 120 Beschäftigten der gesamten Abteilung Tests unterzogen – 18 Ergebnisse fielen positiv aus“, erläutert Dr. Gereon Schulze Althoff, Leiter des Tönnies-Krisenstabs. Beide Infektionsherde hätten ihren Ursprung außerhalb des Werks.

Wie bei den vorherigen positiven Tests auch sind die entsprechenden Mitarbeiter informiert und in Quarantäne geschickt worden. Zudem wurden relevante Kontaktpersonen identifiziert und ebenfalls in Quarantäne versetzt, um die Infektionsketten zu durchbrechen. „Wir danken unseren Beschäftigten für ihren Einsatz zur Risikoreduzierung. Wir haben stets betont, dass wir die Pandemie noch längst nicht hinter uns gelassen haben. Die positiven Funde bestärken uns in unserem Vorhaben, die risikoorientierte Reihentestung auf eigene Kosten fortzusetzen. Es zeigt, wie sinnvoll Tests bei Firmen mit hoher Mitarbeiteranzahl sind – egal in welcher Branche“, sagt Schulze Althoff.

Bislang 11.000 Mitarbeiter getestet

In der gesamten Tönnies-Unternehmensgruppe gab es bislang mehr als 11.000 Mitarbeiter-Tests. Davon waren lediglich 43 Proben positiv.

SOCIAL BOOKMARKS