46 neue Corona-Fälle allein bei Tönnies
Foto: Rollié
Die aktuelle Entwicklung der Corona-Neuinfektionen im Zusammenhang mit der Firma Tönnies gibt laut Kreisverwaltung Anlass zu Sorge.
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„Das Unternehmen Tönnies und seine Werkvertragsnehmer tragen als Arbeitgeber eine außerordentlich große Verantwortung dafür, dass es im Kreis nicht wieder zu einem Anstieg der Infektionen in der Bevölkerung kommt“, erklärt Krisenstabsleiter Thomas Kuhlbusch vom Kreis Gütersloh.

Kreis: „Zahlen müssen wieder sinken“

Zugleich betont er: „Die Infektionszahlen müssen wieder sinken. Und wenn die bisherigen Maßnahmen nicht gereicht haben, müssen weitere ergriffen werden.“ Deshalb stehe man mit dem Land, der für den Arbeitsschutz zuständigen Bezirksregierung Detmold und dem Unternehmen Tönnies in engem Kontakt.

In den vergangenen sieben Tagen waren im Kreis Gütersloh 94 Neuinfektionen zu verzeichnen. „Der Anstieg in den vergangenen Tagen beruht ganz überwiegend auf Neuinfektionen von Personen, die bei Tönnies in Rheda tätig sind“, sagt Kuhlbusch.

Nicht zwangsläufig ein lokaler Lockdown

Die Zahl der Neuinfektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage ist deshalb von Interesse, weil sich Bund und Länder darauf verständigt haben, dass ab 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern geprüft wird, ob in dem betroffenen Kreis wieder kontaktbeschränkende Maßnahmen getroffen werden sollen. Diese Schwelle wäre im Kreis Gütersloh bei 182 Neuinfizierten innerhalb von sieben Tagen erreicht.

Ein Automatismus setzte dann jedoch nicht ein. Die Überschreitung dieses Grenzwerts müsse nicht unbedingt zu einem neuen Lockdown führt, sofern sich die Neuinfektionen auf einen oder wenige Hotspots beschränkten.

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