55 zusätzliche Plätze in Kitas geplant 
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Für die Steppkes in de Doppelstadt an der Ems soll das Betreuungsangebot in den Kindertageseinrichtungen ausgebaut werden. Drei zusätzliche Gruppen sind vorgesehen.
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Nach Auskunft von Ruth Lohmeier, Leiterin der städtischen Abteilung Kinderbetreuung, ergebe sich der Ausbaubedarf vor dem Hintergrund steigender Geburten (2019 waren es 484, im Jahr davor 463) und der Wünsche der Mütter und Väter, die versuchen, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. Zudem sähen sich die Träger unter anderem wegen Fachkräftemangels nicht in der Lage, zusätzliche Ü3-Plätze im Bestand zu ermöglichen. Die Zahl der Kita-Plätze 2020/2021 werde auf 1701 steigen.

48 zusätzliche Plätze für Überdreijährige und sieben für Steppkes unter drei Jahren sollen geschaffen werden. Realisiert werden soll dies, indem in Rheda zwei zusätzliche Gruppen entstehen und eine in Wiedenbrück eingerichtet wird. Der Plan für Rheda sieht so aus, dass befristet für ein Jahr zu Anfang August in den bisherigen Räumen der Betreuungseinrichtung Seliger Adolph Kolping an der Wilhelmstraße die zusätzlichen zwei Gruppen untergebracht werden. 2021/2022 sollen sie dann in der neuen fünfgruppigen Kita der Arbeiterwohlfahrt (Awo) an der Nonen-/Herderstraße Eingang finden. In Wiedenbrück wird, so die Idee, die neue Gruppe befristet auf ein Jahr in der Awo-Kita am Emssee eingerichtet. Der dafür vorgesehene Raum wird derzeit von der Spielgruppe des Awo-Kreisverbands genutzt. Für diese würden laut Verwaltung gegenwärtig neue Unterbringungsmöglichkeiten gesucht.

Laut Lohmeier hat sich das Einstiegsalter in der Betreuung in den vergangenen Jahren deutlich in Richtung der Zweijährigen entwickelt. Gegenwärtig würden 95,1 Prozent der Mädchen und Jungen dieser Altersgruppe in Tageseinrichtungen und in der Kindertagespflege betreut. Für das Kindergartenjahr 2020/2021 wird für Unterdreijährige eine Betreuungsquote von 44,2 Prozent bei 1155 Steppkes und 511 Plätzen erwartet. 331 Plätze entfallen dabei auf Kitas und 180 auf die Tagespflege einschließlich Spielgruppen. Die Planung der Ü3-Betreuungsangebote in Kitas für 2020/21 sieht eine Betreuungsquote von 98,8 Prozent vor bei 1386 Mädchen und Jungen. Die Fachfrau hält es für wahrscheinlich, dass in den nächsten Jahren die Nachfrage nach 45-Wochenstundenplätzen und der U3-Betreuung aufgrund finanzieller Erleichterungen für Eltern steigen wird. Zum einen gebe es die Geschwisterkindbefreiung und ab dem 1. August zwei beitragsfreie Kita-Jahre.

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