555.555. Camper läuft vom Band
Stolz auf das Erreichte: (v. l.) Can Kasim Dogan, stellvertretender Geschäftsführer Westfalen-Mobil, Tim Achilles (Mercedes-Benz-Vans), Jessica Mügendt (Marketingmanagement Mercedes-Benz-Vans) und Mike Reuer, Geschäftsführer Westfalen-Mobil.

Damit finde das enge und vertrauensvolle Miteinander zwischen Mercedes-Benz und Westfalia einen erneuten Höhepunkt, sagt Mike Reuer, Geschäftsführer der Westfalen-Mobil-GmbH: „Es ist eine schöne Geschichte, dass das 555 555. bei uns gebaute Fahrzeug in unserem 175. Jahr vom Band rollt. Es reflektiert die lange und erlebnisreiche Historie von Westfalia sowie die traditionell gute Zusammenarbeit zwischen Westfalia und den Partnern in der Automobilindustrie.“ Da sind außer den Stuttgartern noch Nissan und Ford zu nennen. Der zweifache Grund zum Feiern erfülle die Belegschaft mit Stolz, sei aber ebenso eine Verpflichtung für die Zukunft, „weiterhin Innovationstreiber unserer Branche zu sein“. Ein besonderer Dank gelte den Mitarbeitern, „die mit ihrem Einsatz und mit ihrer Leistung wesentlich zum Erfolg des Unternehmens beitragen“, sagt Reuer.

Grundstein ist die Camping-Box

1844 von Johann Bernhard Knöbel als Schmiede eröffnet, baute der kleine Betrieb zunächst schwere Pferdewagen, welche die Ware vom neu gebauten Bahnhof verteilten. 1951 begann die Geschichte der Westfalia-Umbauten in Wiedenbrück mit einem speziellen Kundenwunsch. „Camping Box“ wurde die Sonderausstattung getauft, die auf Wunsch eines in Deutschland stationierten britischen Offiziers kreiert worden war. Seine Bestellung war einfach: ein VW-Transporter mit Wohneinrichtung. Sie sollte ordentlich im Fahrzeug verbaut und gleichermaßen als Schlaf-, Wohn- und Arbeitsraum geeignet sein.

Man nahm also einen VW-Bus, verpasste ihm zwischen B- und C-Säule eine Doppeltür und installierte hinter den Vordersitzen variable Möbel sowie Dekoration – zum Beispiel hübsche Scheibengardinen, nett angerüscht und passend zum Karomuster im Interieur. „Eine echte Zeitgeistkombination“, heißt es dazu heute in der Unternehmensdarstellung. Schlafcouch, Klapptisch, Sitzbank, Jalousieschrank und Sideboard komplettierten das Ensemble im Inneren.

Traumwagen der 1950er-Jahre

Das Ergebnis war so gelungen, dass die Campingbox bald in Serie produziert wurde und der umgebaute VW-Bus zum Traumwagen der 1950er-Jahre geriet, denn es handelte sich um ein Multitalent, verwendbar als Hotel auf Rädern.

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