68-jähriger Mann ertrinkt im Linteler See
Bild: Eickhoff
Rund 80 Einsatzkräfte der Löschzüge Rheda, Wiedenbrück und Lintel haben am Dienstagabend nach einem 68-jährige Mann im Linteler See gesucht. Die DLRG konnte ihn letztlich nur noch tot bergen.
Bild: Eickhoff

Sofort nach dem Absetzen des Notrufs wurden rund 80 Feuerwehrleute der Löschzüge Rheda, Wiedenbrück und Lintel alarmiert. Letztere waren aufgrund ihres regelmäßigen Übungsabends ohnehin noch am Gerätehaus, so dass sie nur ihre Einsatzkleidung überziehen mussten und losfahren konnten. Die beiden Boote der Löschzüge Rheda und Wiedenbrück wurden zu Wasser gelassen, die Besatzungen fanden aber niemanden. Erst als die Taucher der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) in den Angelsee gingen, fanden sie um 20.57 Uhr den leblosen Körper in etwa zehn Metern Tiefe.

Seelsorger kümmert sich um Begleiter

Zuvor hatte Stadtbrandinspektor Ulrich Strecker als Einsatzleiter zusätzlich zwei Drohnen für die Suche alarmieren lassen: die des Kreisfeuerwehrverbands, stationiert bei der Informations- und Kommunikationsgruppe des Kreises Gütersloh in St. Vit, und die der Verler Rettungshundestaffel. Wie Polizeibeamte vor Ort mitteilten, sei das Gewässer an der Kornstraße zunächst vom Uferrand aus etwa drei Meter relativ flach, ehe es dann rund zehn Meter steil in die Tiefe abfalle.

Der ebenfalls alarmierte Notarzt konnte nur noch den Tod des Manns feststellen. Die Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Sie geht bislang nicht von Fremdverschulden aus. Feuerwehrseelsorger Marco Beuermann kümmerte sich um den Begleiter des Verstorbenen.

Am 7. Juni 2015 war eine 46-jährige Frau unweit der jetzigen Unglücksstelle im Linteler See ertrunken, nachdem sie an jenem Sonntagmittag nach reichlich Alkoholgenuss verbotswidrig schwimmen gegangen war. Damals berichtete Michael Lütke Föller, Gewässerwart des Pächters, des Angel-Sportclubs Lintel, dass das Badeverbot schon aus rechtlichen Gründen notwendig sei. Der Angelsportclub müsse sonst eine Aufsicht stellen, dies sei für den Verein nicht finanzierbar. Zuletzt kam es im Stadtgebiet voriges Jahr am 21. Mai im Emssee zu einem tödlichen Badeunfall. Jugendliche hatten samstagsabends beobachtet, wie ein Mann in das Gewässer stieg und plötzlich verschwand. Taucher bargen ihn später tot.

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