8000-Kubikmeter-Haufen Holzspäne in Brand
Bild: Eickhoff
Einen ganzen Tag lang hat ein Einsatz am Bosfelder Weg in Rheda die Feuerwehr in Atem gehalten. Ein rund 8000 Kubikmeter großer Haufen Holzspäne war dort in Brand geraten. Mehr als 100 Blauröcke waren mit den Löscharbeiten beschäftigt.
Bild: Eickhoff

Am Gebäude entstand nach ersten Erkenntnissen kein Schaden. Personen wurden nicht verletzt. Die Löscharbeiten dauerten bis Freitagmorgen an. Am frühen Nachmittag waren zusätzliche Atemluftflaschen geordert worden, damit sich die Einsatzkräfte vor dem giftigen Brandrauch und dem aufgewirbelten Staub schützen konnten. Ferner wurden die Löschzüge Batenhorst und Lintel alarmiert. Sie lösten ihre Kameraden ab, die bereits seit den frühen Morgenstunden im Einsatz waren.

Mehr als 100 Feuerwehrmänner im Einsatz

Auf dem ehemaligen Pfleiderer-Gelände war Nachbarn die erhebliche Qualmentwicklung aus einem Gebäude aufgefallen. Mehr als 100 Aktive der Löschzüge Rheda, Wiedenbrück und St. Vit eilten herbei, um die glimmenden Späne in der von einem holzverarbeitenden Unternehmen angemieteten Halle abzulöschen. Dafür wurde das Material mit Radladern ins Freie geschafft. Die Blauröcke hatten sich zuvor gewaltsam Zutritt zu der Halle verschaffen müssen, weil kein Verantwortlicher zu erreichen war.

Die Leitung übernahm Stadtbrandinspektor Christian Kottmann, der den Einsatz in mehrere Abschnitte unterteilte. Dazu gehörte zum einen die Brandbekämpfung in der Halle, zum anderen die Löschwasser- und Materialversorgung sowie die Löschmaßnahmen auf dem Freigelände. Ferner wurde eine Brandschutzwand zu einer Nachbarhalle kontrolliert, um größeren Schaden zu verhindern. Mithilfe einer Drehleiter behielten die Einsatzkräfte das Geschehen auch von oben im Blick. Darüber hinaus wurde eine leistungsfähige Wasserversorgung aufgebaut, um sowohl im Gebäude als auch davor die Späne abzulöschen. Dazu wurden der auf dem Betriebsgelände vorhandene Feuerlöschteich angezapft sowie Unterflurhydranten in der näheren Umgebung.

Warn-App „Nina“ versorgt Bevölkerung mit Infos

Während sich zahlreiche Aktive für die Arbeiten innerhalb des Gebäudes mit Atemluftflaschen ausrüsteten, wurden außerhalb der Halle Filtermasken verwendet. Über die Warn-App „Nina“ wurde die Bevölkerung aufgefordert, Fenster und Türen zu schließen. Das galt sowohl für den Ortsteil Rheda als auch für das angrenzende Gebiet von Herzebrock-Clarholz. Helfer des Deutschen Roten Kreuzes wurden an die Einsatzstelle gerufen, um die Feuerwehrleute mit Nahrungsmitteln zu versorgen.

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