Ab Dezember 1116 Plätze für Flüchtlinge
Bild: Wassum
In der Unterkunft am Lattenbusch in St. Vit werden in Kürze die ersten Flüchtlinge einziehen. Die Stadtverwaltung rechnet damit, dass sie bis Jahresende insgesamt etwa 1000 Schutzsuchende aus Krisengebieten aufnehmen muss.
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Demnach leben derzeit 520 Schutzsuchende in den städtischen Unterkünften. Mit noch einmal genauso vielen Zuweisungen rechnet der Integrationsbeauftragte bis Jahresfrist. Allein für den Zeitraum bis Ende September habe die Bezirksregierung Arnsberg die Kommune für die Aufnahme von 319 Flüchtlingen verpflichtet. „280 schaffen wir bis zum Stichtag 30. September. Das haben wir auch so zugesagt“, erklärte Michaelis: „Die übrigen 39 Flüchtlinge werden wir dann allerdings etwas später, auf jeden Fall aber noch in diesem Jahr, aufnehmen müssen.“

Insgesamt sehe sich die Verwaltung gut vorbereitet auf die Herausforderung der Flüchtlingskrise. So können laut Michaelis derzeit etwa 260 freie Plätze bei Bedarf sofort belegt werden. Weitere 250 sollen im laufenden Jahr eingerichtet werden. Damit wird die Doppelstadt bis Ende Dezember insgesamt 1116 Unterbringungsmöglichkeiten für Schutzsuchende vorhalten. „Wenn sich die Zahlen wie prognostiziert entwickeln, sollten wir im Oktober sogar noch eine Reserve von etwa 200 Plätzen haben“, erläuterte der Integrationsbeauftragte, der zugleich betonte: „Wir sind nicht in Unruhe und selbst auf krisenhafte Situationen vorbereitet.“ Mit Leben erfüllt werden soll derweil die Notunterkunft am Lattenbusch in St. Vit. Dort werden nach Auskunft von Ernst-Jürgen Michaelis am Donnerstag die ersten beiden Familien mit jeweils drei Mitgliedern einziehen. Das Gebäude bietet insgesamt Platz für 60 Personen.

Wie St. Vits Ortsvorsteher Dieter Feldmann gestern mitteilte, haben sich bereits zwei Paten gefunden, die sich – zusätzlich zu dem vorhandenen Betreuungsangebot der Stadt – ehrenamtlich um die Neuankömmlinge kümmern werden.

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