Alltagsmensch bricht entzwei
Foto: Sudbrock
Da waren es nur noch vier: Bei den „Alltagsmännern“ am Seecafé in Wiedenbrück fehlt der fünfte im Bunde.
Foto: Sudbrock

Bereits kurz nach der Aufstellung der etwa 90 Betonskulpturen der Wittener Bildhauerin Christel Lechner war es zu einer Sachbeschädigung an einem Alltagsmenschen gekommen.

Skulptur arg in Mitleidenschaft gezogen

Der jetzige Vorfall hatte jedoch deutlich schwerwiegendere Folgen. Wie die Burckhard-Kramer-Stiftung als Initiatorin der Freiluftausstellung auf Anfrage dieser Zeitung am Donnerstag mitteilte, ist einer der fünf „Alltagsmänner“, die in schwarzen Anzügen gekleidet vorm Seecafé Ende März Position bezogen hatten, stark in Mitleidenschaft gezogen worden.

Unbekannte hatten offenbar versucht, eine der fünf Figuren umzuwerfen. Das Vorhaben scheiterte jedoch, weil die Betonskulpturen auf massiven Metallplatten stehen, die wiederum fest mit dem Boden der Uferterrasse verbunden sind. Stattdessen brach die Figur, auf die es die Rowdys abgesehen hatten, ungefähr auf halber Höhe entzwei.

Instandsetzung geplant

Der beschädigte Alltagsmensch ist nach Auskunft der Stiftung inzwischen in das Lager zurückgebracht worden. Dort wartet er nun auf die Schadensbegutachtung durch Mitarbeiter der Wittener Bildhauerin. Im Anschluss soll dann die Instandsetzung erfolgen. Auch wenn die Inaugenscheinnahme durch Fachleute noch aussteht, ist man bei der Burckhard-Kramer-Stiftung zuversichtlich, dass die Betonskulptur repariert werden kann.

Die Alltagsmenschen erfreuen seit mehr als 15 Jahren Bewohner und Besucher der Wiedenbrücker Innenstadt. Trotzdem kommt es immer wieder zu vereinzelten Übergriffen auf die Figuren aus Beton.

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