Andreasmarkt endet künftig schon Sonntag
Bild: Werneke
Mehr Schausteller und damit auch mehr Besucher soll der Andreasmarkt künftig wieder anlocken. Die Aufnahme zeigt Bürgermeister Theo Mettenborg bei der Eröffnung im vergangenen Jahr.
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Zusammen mit allen Beteiligten habe man sich darauf verständigt, bei der bevorstehenden Ausgabe des Volksfests an verschiedenen Stellschrauben zu drehen, erklärte der Rathauschef.

Schausteller unterbreiten Vorschläge

Ein Großteil der Vorschläge, die beim nächsten Andreasmarkt vom 15. bis 17. November in die Tat umgesetzt werden sollen, stamme von den Schaustellern selbst. Dirk Stippich habe als Sprecher der Andreasmarkt-Beschicker in den vergangenen Wochen mit seinen Berufskollegen gesprochen und Ideen zusammengetragen.

Während eines Treffens von Schaustellern, Stadtverwaltung, Heimatverein, Bürgerinitiative Altstadt Rheda sowie dem örtlichen Zusammenschluss der Kaufleute habe man sich auf diese Vorgehensweise verständigt, sagte Mettenborg. „Die Beschlüsse werden gemeinsam getragen und umgesetzt.“ Die weitreichendste Änderung ist der Wegfall des Kirmesmontags. Künftig startet der Andreasmarkt folglich wie gehabt am Freitag, endet aber schon am Sonntag.

Hintergrund

Nicht nur der Wegfall des Kirmesmontags soll zur Rettung des Andreasmarkts beitragen. Weitere kleinere Änderungen sind ebenfalls geplant. Auftakt: Am Freitag beginnt der Kirmesrummel künftig eine Stunde später, also erst um 15 Uhr. Die offizielle Eröffnung mit Verlosung und Freifahrten ist für 17 Uhr vorgesehen. Durch die Verschiebung soll insbesondere auch schulpflichtigen Kindern die Möglichkeit gegeben werden, daran teilzunehmen. Öffnungszeiten: Je nach Besucherresonanz sollen die Fahrgeschäfte am Freitag und Samstag zwischen 22 und 23 Uhr schließen. Am Sonntag endet der Kirmesspaß schon um 20 Uhr. Zu dieser Zeit sind erfahrungsgemäß nur noch weniger Besucher in der Innenstadt unterwegs. Familientag und Feuerwerk: Vergünstigungen für Familien gibt es künftig am Freitag. Das Feuerwerk wird am Samstagabend gezündet. Krammarkt: Händler sollen ihre Waren in Zukunft zentral auf dem umgestalteten Doktorplatz feilbieten können.

Die Reduzierung der Veranstaltungsdauer war nach Auskunft Theo Mettenborgs ein Wunsch der Schausteller. Weil oft schon unmittelbar nach dem Rhedaer Volksfest in der Region die ersten Weihnachtsmärkte beginnen, sei es für etliche Stand- und Karussellbetreiber zuletzt immer schwieriger geworden, beide Veranstaltungen zu bedienen. „Deshalb mussten sich viele notgedrungen für eine von beiden entscheiden.“ Immer seltener fiel dabei offenbar die Wahl auf den Andreasmarkt: Ein kontinuierlicher Rückgang der Schausteller war die Folge.

An frühere Erfolge anknüpfen

Zuletzt schlugen nur noch 38 in der alten Fürstenstadt ihre Zelte auf. 2017 waren es immerhin noch 45. Doch das ist aus Sicht der Stadtverwaltung ebenfalls zu wenig.

„Ideal wären um die 60 Stand- und Karussellbetreiber“, hieß es dazu am Freitag aus dem Rathaus. „In Hochzeiten waren es sogar 65.“

Mettenborg hofft, dass der gefundene Kompromiss dazu führt, dass künftig wieder mehr „fahrende Händler“, Budenbesitzer und Fahrgeschäftbetreiber nach Rheda kommen. „Die dauerhafte Sicherung eines attraktiven Kirmesbetriebs liegt uns am Herzen.“

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