Anlieger von Schüssen aufgeschreckt
Schüsse im Hambusch haben Anwohner aufgeschreckt. 

 „Für beides liegen uns zurzeit keine Hinweise vor“, erklärt Polizeisprecher Karl-Heinz Stehrenberg auf „Glocke“-Anfrage. „Wir hatten in jüngster Vergangenheit keine Einsätze in dem Waldgebiet.“ Bislang habe sich auch keiner der Anlieger, die die nächtlichen Schüsse gehört haben wollen, an die Polizei gewendet.

Keine Hinweise auf Straftat 

Entwarnung signalisiert auch Förster Klaus Buhl von der Fürstlich zu Bentheim-Tecklenburgischen Kanzlei. Dem Rhedaer Fürstenhaus als Eigentümer des überwiegenden Teils der Hambusch-Flächen lägen keine Hinweise auf derartige Straftaten vor, sagt Buhl.

Trotzdem hat der Förster eine schlüssige Erklärung für die Schüsse parat. „Seit 1. Mai ist die Jagd auf Rehwild eröffnet“, erläutert Klaus Buhl. Er weiß von mindestens drei verpachteten Jagden im mehr als 100 Hektar großen Hambusch. Auch das Fürstenhaus habe eine Jagd verpachtet, „an einen ruhigen und erfahrenen Jäger“.

Weil das scheue Rehwild besonders gut eine Stunde vor beziehungsweise bis zu eine Stunde nach Sonnenuntergang gejagt werden könne, seien Schüsse im Morgengrauen oder in der Dämmerung nichts Ungewöhnliches, unterstreicht der Förster. Gerade jetzt seien wegen des frühen Sonnenauf- und des späten Sonnenuntergangs Jäger zu Zeiten im Wald unterwegs, wenn so mancher Hambusch-Anlieger schon oder noch im Bett liege.

Bestand kontrollieren

Buhl betonte, dass zurzeit nur von den Hochsitzen aus gejagt werde. Treibjagden seien erst im Herbst üblich. Die regelmäßige Bejagung des Rehwilds diene zur Kontrolle der Bestände. „Sonst würden sich die Tiere einfach zu stark vermehren.“

Illegale Müllentsorgung im Wald

Doch ein anderes Problem treibt Förster Klaus Buhl in diesen Tagen viel mehr um: die illegale Entsorgung von Müll im Wald. „Und damit meine ich nicht das Taschentuch oder das Bonbonpapier, das Spaziergängern aus Versehen aus der Hosentasche fällt.“ Autoreifen in Zehnerstapeln, Rasenschnitt, Tapetenreste und Bauschutt würden regelmäßig zwischen Bäumen und Sträuchern abgeladen. „Manchmal entdecken wir diese illegalen Deponien erst Wochen später.“ Empfindliche Geldstrafen drohten Umweltfrevlern, die beim Abladen ihres Mülls im Wald ertappt werden, warnt Klaus Buhl.

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