Architektenwettbewerb für Gesamtschule
Bild: Sudbrock
Ein Schmuckstück ist die Mensa des Gesamtschulstandorts Rheda nicht gerade. Die beschlossenen Nachbesserungen gehen ins Geld. Aus ihren Fehlern hat die Stadt offenbar aber gelernt.
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„Durch die Wettbewerbskonkurrenz erhält die Stadt eine Auswahl qualitativ hochstehender Lösungen, aus denen durch das Preisgericht die beste ausgewählt werden kann“, erklärt Beigeordnete Christine Zeller. Der Ausschuss für Grundstücke und Gebäude hat für diese Vorgehensweise in seiner jüngsten Sitzung grünes Licht gegeben.

Suche nach der besten Lösung

Am Wettbewerb für den Gesamtschulneubau am Burgweg in Wiedenbrück können sich demnach 20 Arbeitsgemeinschaften aus Architekten und Landschaftsarchitekten beteiligen. Sechs Büros will die Stadt im Vorfeld zur Teilnahme an dem Verfahren einladen, für die 14 weiteren Plätze können sich Interessenten bewerben. Deren Auswahl erfolgt im Losverfahren. Durch die Einbeziehung sechs selbst ausgesuchter Büros will die Verwaltung nach Worten Christine Zellers „Einfluss auf das Niveau und die Qualität der Wettbewerbsbeiträge nehmen“.

Die Umsetzung des zugrundeliegenden Raumkonzepts für den Wiedenbrücker Teilstandort, die architektonische Qualität der Planung, aber auch Aspekte wie Barrierefreiheit, Funktionalität und Wirtschaftlichkeit sind Kriterien, die die Teilnehmer mit ihren Beiträgen erfüllen müssen. Der Wettbewerb soll nach bisherigem Zeitplan im April kommenden Jahres starten. Der Bewerbungsschluss für interessierte Architekten endet im Mai. Abgabeschluss für die Planungsunterlagen ist der 23. August.

Das Preisgericht, das sich aus Mitgliedern der Ratsfraktionen sowie aus Fachleuten zusammensetzt, soll am 11. Oktober tagen. Die Kosten für den Wettbewerb beziffert die Stadtverwaltung in ihrer Vorlage für den Grundstücks- und Gebäudeausschuss auf 180.000 Euro.

Stadt geht neue Wege

Verglichen mit dem Gesamtschulstandort Rheda geht die Stadt in Wiedenbrück gänzlich neue Wege. Für den Neubau an der Fürst-Bentheim-Straße waren seinerzeit „interne Entwürfe im Wettbewerb mit externen Entwürfen abgewogen worden“, wie es am Donnerstag aus dem Rathaus hieß. Ein klassisches Wettbewerbsverfahren habe es jedoch nicht gegeben. „Eine interfraktionelle Arbeitsgruppe hat dann entschieden, welche Entwürfe weiterentwickelt wurden“, teilte Stadtsprecherin Maximiliane Plöger auf Nachfrage mit. Nicht involviert war der kommunale Gestaltungsbeirat.

Frage der Zügigkeit noch offen

In seiner Sitzung am Dienstag, 20. November, will sich der Schulausschuss mit dem Raumkonzept für den Wiedenbrücker Teilstandort befassen. Noch nicht ausgemacht ist nach Auskunft des CDU-Fraktionsvorsitzenden Uwe Henkenjohann die Zügigkeit und damit die Größe des Schulbaus. Während die Verwaltung dreieinhalb Klassen pro Jahrgangsstufe favorisiert, sei die CDU vorsichtiger. „Aus unserer Sicht spricht einiges dafür, wie ursprünglich geplant an drei Klassenräumen pro Jahrgang festzuhalten.“ Das gelte es nun genau abzuwägen.

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