Baumarkt als Notunterkunft im Gespräch
Bild: Werneke
Die im Auftrag des Landes NRW in den Sporthallen am Burgweg eingerichtete Notunterkunft könnte in den leerstehenden Max-Bahr-Baumarkt an der Hauptstraße umziehen. Dann stünden die Turnhallen wieder für den Schul- und Vereinssport zur Verfügung.
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Die Verwaltung plane zurzeit den Neubau von Flüchtlingsunterkünften, erklärte Bürgermeister Theo Mettenborg. Anders sei die Unterbringung der schutzsuchenden Menschen kaum mehr sicherzustellen.

Auch in anderen Städten sei der Neubau von Unterkünften ein Thema. In der Nachbarkommune Rietberg ist beispielsweise die Errichtung von zwei Wohnkomplexen für jeweils 70 Personen und insgesamt drei Millionen Euro im Gespräch.

Finanziert werden könnten die Rheda-Wiedenbrücker Neubauvorhaben durch zinslose Darlehen, erklärte Bürgermeister Theo Mettenborg. Ganz aufgegeben habe man aber auch die Hoffnung auf Fördermittel seitens der Landes- und Bundesregierung nicht. Hier sei momentan einiges in Bewegung. Es gelte, die weitere Entwicklung abzuwarten. Fest stehe schon heute, dass die zu erwartende Herstellungszeit für die Flüchtlingsunterkünfte unabhängig von der Bauausführung etwa ein Jahr betragen werde.

An der dezentralen Beherbergung der Asylsuchenden will die Doppelstadt an der Ems festhalten. Das Prinzip, die Flüchtlinge zu gleichen Teilen – gemessen an der jeweiligen Einwohnerzahl – in Rheda, Wiedenbrück, Lintel, Batenhorst und St. Vit unterzubringen, habe sich bewährt, betonte der Bürgermeister.

In Abstimmungsgesprächen mit dem Land NRW befindet sich die Kommune nach Auskunft Mettenborgs bezüglich des leerstehenden Max-Bahr-Baumarkts an der Hauptstraße. Die Immobilie eigne sich grundsätzlich für die Unterbringung von 300 bis 400 Menschen. Um die notwendigen räumlichen Voraussetzungen (Trennwände, sanitäre Anlagen, Essbereiche) zu schaffen, müsse man etwa eine Million Euro in die Hand nehmen. Denkbar sei einerseits, die Baumarkt-Halle für die Unterbringung regulär und dauerhaft zugewiesener Asylsuchende zu nutzen. „Anderseits ziehen wir aber auch eine Verlegung der Notunterkunft von den Sporthallen am Schulzentrum Burgweg in die ehemalige Max-Bahr-Immobilie in Erwägung“, sagte Mettenborg. „Das hätte den Vorteil, dass die Turnhallen wieder für den Schul- und Vereinssport zur Verfügung stehen würden.“

Der Bürgermeister hofft, dass die weiteren Verhandlungen mit der Bezirksregierung Detmold Klarheit in der Angelegenheit bringen. Fest stehe, dass Notunterunterkunft am Burgweg mindestens bis Ende März bestehen bleibe.

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