Bauschild für Sportplatz schon in Arbeit
Ein echtes Hasenfeld ist zurzeit noch das Areal an der Kleestraße, auf dem alsbald der neue St. Viter Sportplatz entstehen wird. Dass sich Meister Lampe zwischen Kunstrasenhalmen genauso wohl fühlen wird wie im jungen Mais-Grün, ist unwahrscheinlich.

 Ein äußeres Startsignal für das Projekt „Neuer Sportplatz“ soll im Rahmen der Sportwerbewoche am 29. Juni gegeben werden: Dann wird um 11 Uhr an der Kleestraße schon mal das Bauschild aufgestellt. Nachdem als erstes die Raupenbagger in Aktion treten werden, um den Höhenunterschied von bis zu drei Metern auf dem insgesamt 19 500 Quadratmeter großen Gelände auszugleichen, rechnet Siede damit, dass bereits „zum Herbst hin“ die Vereinsmitglieder von RW St. Vit aufgefordert werden, in die Hände zu spucken. Zwar sei das Anlegen des großen Kunstrasenplatzes (104 mal 68 Meter) sowie auch des später folgenden kleinen Spielfelds (74 mal 48 Meter) Angelegenheit einer beauftragten Fachfirma. Aber „rundherum“ werde es noch viel zu tun geben, zum Beispiel bei Pflasterarbeiten am Spielfeldrand oder bei der Zuwegung zum neuen Sportareal einschließlich Stellplatzflächen. Sorge um mangelnde Bereitschaft der „Rot-Weißen“ zum Mitanpacken macht sich Siede nicht, schließlich könnten ja auch schon die B- und A-Jugendkicker mal eine Schaufel in die Hand nehmen.

Intensiv über Kunstrasenplatz informiert

Dass aber von den 610 000 Euro, die von der Stadt Rheda-Wiedenbrück für die neue Sportplatzanlage an der Kleestraße zur Verfügung gestellt wurden, aufgrund des Freiwilligeneinsatzes etwa übrig bleiben wird, davon geht der Vereinschef nicht aus. Schließlich, so erläutert Siede im Gespräch mit der „Glocke“, sehe der „Fünf-Jahres-Plan“, den der Verein aufgestellt hat, auch noch die Errichtung eines Sportheims auf dem Gelände vor. Dafür seien allerdings keine Stadtfinanzen eingeplant. Bis zur Inbetriebnahme des neuen Sportlerquartiers müssten die alten Kabinen am alten Sportplatz schräg gegenüber weiter genutzt werden: „Nicht toll, aber sie funktionieren“, sagt Siede. Auf einem Seminar haben sich Verantwortliche des Vereins, der als Bauherr der Gesamtmaßnahme auftritt, intensiv über den Aufbau eines Kunstrasenplatzes, insbesondere aber über dessen Pflege informieren lassen. Alle zwei bis vier Wochen, schätzt der Vereinsvorsitzende, müsse der Platz „aufgefrischt“ werden. Dass heißt, mit speziellem Gerät muss das Granulat, in dem die sechs Zentimeter langen Kunstrasenhalme stecken, glatt gezogen und gegebenenfalls aufgefüllt werden.

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