Bebauungsplan für Innenstadtbereich
Bild: Wassum
Für den Bereich Bahnhofstraße/Neuer Wall in Rheda wird erstmals ein Bebauungsplan aufgestellt.
Bild: Wassum

Dessen Aufstellung hat der Bau-, Planungs-, Umwelt- und Verkehrsausschuss am Donnerstag einstimmig beschlossen. Einer gleichzeitigen Veränderungssperre für den Bereich muss der Rat der Stadt noch zustimmen.

Zwei Beweggründe für die Aufstellung des Bebauungsplans nannte Planungsdezernent Gerhard Serges: Zum einen solle dem Stadtentwicklungskonzept, dem „Masterplan 2020+“, Rechnung getragen werden. Demnach müsse der Achse zwischen Bahnhof und Innenstadt „besondere Beachtung“ geschenkt werden. Zum anderen habe es von Investitionswilligen „immer wieder Anfragen“ gegeben, die es notwendig machten, für den Bereich „ein vernünftiges städtebauliches Gefüge zu finden“. Ohne einen Bebauungsplan sei es nahezu ausgeschlossen, Einfluss zu nehmen auf die Architektur eines Gebäudes.

Eine Veränderungssperre bezeichnete Serges als „reine Vorsichtsmaßnahme“, die Investitionen nicht be- oder gar verhindern soll. Es bestehe jederzeit die Möglichkeit, nach Einzelfallprüfung von der Veränderungssperre Ausnahmen zuzulassen. Er verwies in diesem Zusammenhang auf die mehrfach geübte Praxis im Bebauungsplangebiet „Anekabel“ (ehemaliges Pfleiderer-Gelände). Walter Brentrup (CDU) hatte nachgefragt, ob durch eine Veränderungssperre unter Umständen Bauvorhaben verhindert werden könnten.

SPD-Ratsherr Peter Berenbrinck forderte dazu auf, sich im Zuge der Bebauungsplanaufstellung schnell auf Kriterien zu einigen, die den Bauwilligen („Mindestens fünf Maßnahmen sind mir bekannt“) „möglichst große Freiheiten“ lassen würden. Aber der Anspruch an eine „gewisse Qualität“ sei dabei unverzichtbar.

Flachdachbauten, Häuser mit einfachen Satteldächern, mit Walm- oder Pyramidendächern: Das alles ist vorzufinden in dem neuen Bebauungsplangebiet. Auch wenn zwei Gebäude anhäernd gleich hoch sind, so weisen sie zum Teil doch eine unterschiedliche Geschosszahl auf. Dieser städtebauliche Mix hat sich über Jahrzehnte so entwickelt. Die nunmehr eingeleitete Bauleitplanung für das Areal zwischen Bahnhofskreisel und Rathaus soll ein wenig Ordnung bringen – „unter Berücksichtigung der Belange der Baukultur und der Gestaltung des Ortsbilds“, wie die Verwaltung informierte.

SOCIAL BOOKMARKS