Beilmann kritisiert Radwegeführung
Bild: Wassum
Nicht immer optimal geleitet werden die Radfahrer nach Meinung von Wiedenbrücks Ortsheimatpfleger Christoph Beilmann.
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Dabei gäbe es doch eine Alternative durch die Flora Westfalica, meint der Wiedenbrücker Ortsheimatpfleger und Zweiradfan. „Dieses Schild muss nur umgedreht werden“, sagt Beilmann und zeigt am Wieksweg/Ecke Wippermannstraße nach oben. „Historischer Stadtkern 0,6“ steht darauf. 600 Meter bis in die City seien es in etwa auch, wenn die Radfahrer über die Ampelquerung am Ärztehaus die Hauptstraße passieren und weiter über die Paul-Schmitz-Straße, am Seecafé vorbei bis zum Adenauerplatz geleitet würden. „Viel sicherer“, meint Beilmann, sei diese Strecke.

 Das gelte im Übrigen auch umgekehrt vom Adenauerplatz kommend in Richtung Langenberg und Lippstadt via St. Vit. Nicht über den Mühlenwall, sondern ebenfalls durch die Flora und über die Paul-Schmitz-Straße sollten die roten überregionalen Hinweisschilder den Weg für Radfahrer weisen.

Christoph Beilmann schlägt allen, die nicht über die Stromberger Straße bis St. Vit radeln möchten, eine Alternative vor: über die Wippermannstraße, den Walrawenweg, Hölscherstraße, Knippelingstraße, Eusterbrock- und Frentruper Straße bis ins Barockkirchendorf. „Viel idyllischer“, verspricht der Heimatfreund und -kenner, sei diese Strecke, auch wenn der Untergrund zwischendurch nicht asphaltiert ist und als Feldweg bezeichnet werden muss.

 Auf der unbefestigten Knippelingstraße hat man einen schönen Blick auf Wiedenbrücks Süden. Vor einem liegt die Alte Ziegelei Eusterbrock, ein, wie Beilmann meint, zu sehr im Verborgenen schlummerndes öffentlich gefördertes Baudenkmal. 200 Meter weiter lädt das Café Verstärkeramt mit dem Radio- und Telefonmuseum zur Rast ein.

Dass die Radtouristen in St. Vit vergeblich einen nochmaligen Hinweis nach Langenberg/Lippstadt suchen, ist für den Heimatradler ebenfalls ein Manko bei der Radwegführung. „Wer es nicht besser weiß, fährt geradeaus weiter durch bis Stromberg“, mutmaßt Beilmann. „Dabei wäre es doch naheliegend, über Batenhorst zu radeln.“

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