Bestandsaufnahme der Grünflächen
Bild: Wassum
Willkommen in Rheda-Wiedenbrück: Im Bahnhofsumfeld erfreuen blühende Hingucker die Besucher und Bürger. Die Doppelstadt an der Ems hat ihre Beete und Rasenflächen in verschiedene Klassen eingeteilt.
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 Der Zeit- und Arbeitsaufwand, mit dem die Gärtner die kommunalen Grünflächen in Schuss halten, ist jedoch unterschiedlich. In vier Pflegestufen ließen sich die 250 Beete und Rasenstreifen einteilen, erläuterte Uhr. Flächen der Pflegeklasse eins schenken er und seine Kollegen besondere Aufmerksamkeit. „Dabei handelt es sich in der Regel um Anlagen mit einem besonders hohen Repräsentationswert“, betonte Uhr. Ein Beispiel dafür sei der Rhedaer Bahnhofskreisel. „Die Ansprüche an das Erscheinungsbild und die Sauberkeit sind hoch, vielfältige Aufgaben wie Heckenschnitt und jahreszeitlich wechselnde Bepflanzungen sind erforderlich.“ In Kategorie zwei fallen Grünflächen und Beete mit geringerem Repräsentationswert, bei denen der Anspruch an Sauberkeit jedoch ebenfalls hoch ist. Flächen an Wanderwegen im Innenstadtbereich sind nach Auskunft von Eckhard Uhr ein typisches Beispiel dafür.

Spielplätze haben Sonderstellung

Unter „ferner liefen“ rangieren Flächen, die von der Stadtverwaltung den Pflegeklassen drei und vier zugerechnet werden: Unscheinbare Beete am Straßen- oder Wegesrand zum Beispiel, die kaum ins Auge fallen und zum Teil für Bürger nur schwer zugänglich sind. Eine Sonderstellung nehmen laut Uhr Spiel- und Bolzplätze sowie Sportstätten ein. Sie müssten allein schon wegen gesetzlicher Bestimmungen oder aufgrund der Anforderungen der Sportvereine regelmäßiger kontrolliert beziehungsweise gemäht werden als Grünflächen im klassischen Sinn.

250 Flächen zu pflegen

Eckhard Uhr stellte den Ausschussmitgliedern eine Bestandsanalyse vor, die die Jahre 2006 bis 2009 umfasst. „Sie spiegelt den aktuellen Pflegestandard sowie die dafür notwendigen personellen und finanziellen Ressourcen wider“, erklärte Uhr. Durch die genaue Aufschlüsselung, welche Pflegearbeiten zu welchem Zeitpunkt auf den 250 kommunalen Grünflächen durchgeführt werden, habe der Stadtrat künftig Stellschrauben zur Verfügung, um bei einer Absenkung der Pflegestandards mögliche Einsparpotenziale zu ermitteln. Zudem gebe die Bestandserhebung Aufschluss darüber, mit welchen zusätzlichen Personal- und Sachkosten zu rechnen ist, sollten die Standards erhöht werden. Die Konsequenz bei der Aufnahme zusätzlicher Pflegeobjekte in die Liste sei eine Erhöhung der bereitgestellten Mittel oder die Absenkung der Standards an anderer Stelle, erläuterte Eckhard Uhr.

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