Brennender Müll verursacht Rauchwolke
Bild: Eickhoff
Mit einem massiven Schaumangriff löschte die Feuerwehr in Rheda-Wiedenbrück die in Brand geratenen Quader auf Abfall.
Bild: Eickhoff

Es wurde niemand verletzt. Die Ursache stand laut Polizei zunächst noch nicht fest. Bei der Feuerwehrleitstelle in Gütersloh meldeten sich kurz vor 10 Uhr mehrere dutzend Anrufer und berichteten über das Feuer. Daraufhin wurden sofort rund 70 Feuerwehrleute der Löschzüge Rheda und Wiedenbrück alarmiert, ferner der Messzug für gefährliche Stoffe und Güter des Kreises Gütersloh. Den Brand konnten die Feuerwehrleute zwar schnell unter Kontrolle bringen, dennoch mussten danach Glutnester bis in die späten Nachmittagsstunden abgelöscht werden. Die Einsatzkräfte trugen Atemschutzgeräte, um sich vor den giftigen Rauchgasen zu schützen. Einsatzleiter Ulrich Strecker hatte sofort den Messzug aus dem Nordkreis alarmieren lassen, um eine mögliche Gesundheitsgefährdung zu erkennen. Als die Spezialisten eintrafen, konnten sie aber unverrichteter Dinge wieder abrücken: Der Brand der Kunststofflflaschen war gelöscht und der der Papierballen so weit unter Kontrolle, dass keine Gefahr mehr herrschte. An den Absperrungen der Polizei hatten sich dennoch viele Bürger versammelt, die sich Sorgen machten. Der Qualm zog weitestgehend über unbewohntes Gebiet. Wegen des dichten Qualms bei der Entstehung des Feuers warnte die Autobahnpolizei die Verkehrsteilnehmer auf der angrenzenden Autobahn.

Holunderstraße vorübergehend gesperrt

Mit Hilfe von Schaummittel wurde das Feuer in den Papierballen förmlich erstickt, die Sauerstoffzufuhr unterbrochen. Mit Gabelstaplern wurden noch nicht betroffene Quader umgesetzt, die anderen mussten auseinandergezogen und intensiv abgelöscht werden. Wegen Platzmangels auf dem Firmengelände wurden die Ballen mit Lastwagen zu einem anderen inzwischen verkauften Standort des Unternehmens in der Nachbarschaft transportiert. Während der Löschzug Wiedenbrück auf dem Betriebsgelände arbeitete, postierte sich der Löschzug Rheda auf der Holunderstraße und unterstützte die Löscharbeiten insbesondere mit der Drehleiter aus der Höhe. Außer den brennenden Wertstoffen – laut Strecker rund 50 Kubikmeter – wurden ein angrenzender Zaun und einige Bäume durch die starke Hitzeeinwirkung beschädigt. Die Polizei schätzt den gesamten Sachschaden auf ungefähr 10 000 Euro. Nach rund zwei Stunden konnte der Löschzug Rheda einrücken. Die Polizei sperrte die Holunderstraße bis kurz vor 12 Uhr.

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