Bürger diskutieren über Stadtentwicklung
Bild: Sudbrock
Wünsche für die Innenstädte formulieren können Passanten am Samstag in der Rhedaer Fußgängerzone. Die weihnachtlichen Wunschzettel sollen am Ende einen kompletten Tannenbaum zieren. „Die Glocke“ ist von 10 bis 12 Uhr mit ihrem Redaktionsmobil vor Ort.
Bild: Sudbrock

Um die Zukunft der Innenstädte geht es, wenn das Redaktionsmobil der „Glocke“ am Samstag, 16. Dezember, in der Rhedaer Fußgängerzone vor Ort ist. Zwischen 10 und 12 Uhr macht die rollende Redaktion an der Berliner Straße in Höhe des Lottogeschäfts Bökenkamp Station.

„Glocke“-Mobil vor Ort in Rheda

Mit an Bord des „Glocke“-Mobils ist neben den beiden Redakteuren Katharina Werneke und Nimo Sudbrock der aus Rheda stammende Universitätsprofessor Helmut Kleine-Kraneburg. Der Architekt, der in Frankfurt am Main ein Büro betreibt und an der Uni Kaiserslautern lehrt, ist im Oktober mit dem viel diskutierten Rheda-Wiedenbrücker Einzelhandelskonzept hart ins Gericht gegangen.

Professor Kleine-Kraneburg steht Rede und Antwort

Im „Glocke“-Interview vermisste er in dem Papier vor allem „kreative Ansätze zur nachhaltigen Stärkung der Innenstädte“. Der Gutachterempfehlung, auf der Industriebrache an der Rhedaer Kolpingstraße einen Supermarkt und mehrere Filialisten anzusiedeln, erteilte Kleine-Kraneburg ebenso eine Absage wie dem Vorhaben, auch auf dem Areal des ehemaligen Wiedenbrücker Holzwerks Wonnemann eine ähnliche Nutzung zuzulassen. Stattdessen sprach sich der Professor für die Umwandlung beider Flächen in innenstadtnahe Wohnquartiere aus. „Dadurch könnte man zusätzliche Kaufkraft für die Zentren generieren“, gibt sich der Experte überzeugt.

Einzelhandelskonzept kurz vor Verabschiedung

Die für Samstagvormittag geplante Gesprächsrunde in der Rhedaer Fußgängerzone gewinnt durch die unmittelbar bevorstehende politische Beschlussfassung über das Einzelhandelskonzept zusätzliche Brisanz. Das Papier, das die Rahmenbedingungen für die künftige Entwicklung des Einzelhandelskonzepts definiert, soll während der Stadtratssitzung am Montag, 18. Dezember, endgültig verabschiedet werden.

Kurz vor der Ratsentscheidung sieht Professor Kleine-Kraneburg in der „Glocke“-Aktion „die letzte Chance für alle Bürger, Kritikpunkte, Wünsche sowie Befürchtungen zu formulieren“.

Weihnachtsbaum mit Wunschzetteln

Vor dem Redaktionsmobil wird ein Weihnachtsbaum aufgestellt. Diesen gilt es, mit Wünschen, Anregungen und Kritik rund um die zukünftige Entwicklung der Innenstädte Rhedas und Wiedenbrücks zu füllen. Passanten sind aufgerufen, ihre Gedanken zum Themenkomplex Einzelhandel und Zentrenstärkung auf den bereitliegenden Weihnachtskärtchen zu notieren und an den Tannenzweigen zu befestigen. Der Wunschbaum soll am kommenden Montag vor dem Sitzungssaal im Rhedaer Rathaus aufgestellt werden. Dann haben alle 38 Stadträte Gelegenheit, unmittelbar vor der Abstimmung über das Einzelhandelskonzept einen Blick auf die schriftlich formulierten Anregungen und Einwände der Teilnehmer an der „Glocke“-Aktion zu werfen.

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